An Ostseestränden

Meeresforscher: Wärme lässt Feuerquallen schneller wachsen

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Eine Feuerqualle liegt angespült am Ostsee-Strand. Foto: Bernd Wüstneck

Berlin (dpa) - Sie sehen faszinierend aus, können aber große Schmerzen auslösen: Feuerquallen. An der deutschen Ostseeküste werden die wirbellosen Meerestiere immer wieder vom Wind aus dem tiefen Meer an die Strände gespült.

Wegen der Hitze sind die Quallen nach Angaben eines Meeresforschers derzeit allerdings größer als sonst. "Wir haben diesen Sommer besonders warme Temperaturen, wie jeder mitbekommt. Von daher wachsen die Tiere schneller", sagte Ulrich Bathmann vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe an den Stränden aber nicht unbedingt mehr Feuerquallen als üblich.

"Feuerquallen kommen normalerweise in tieferen Wasserschichten vor und fangen dort mit ihren Tentakeln Kleinstlebewesen, also Kleinkrebse. Sie machen das, indem sie Giftpfeile abschießen", erklärte Bathmann. Diese Pfeile würden auch die menschliche Haut durchdringen, was sehr unangenehm sei.

In Heiligendamm verletzten sich am vergangenen Wochenende etwa 80 bis 90 Menschen an den Nesselquallen, wie der Einsatzleiter der DRK-Wasserwacht in dem Seebad, Benjamin Wehner, sagte. Mit Wochenbeginn seien an dem Strand aber kaum mehr Quallen aufgetaucht. Wer etwa beim Baden mit einem der Tiere in Berührung komme, solle die betroffene Stelle schnell mit Sand abreiben. Alternativ helfe auch Rasierschaum oder ein Gemisch aus Backpulver und Wasser.

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