Winterkatastrophe

Mehr als 100 Lawinen-Tote in Afghanistan

Kabul - Nach tagelangen Schneefällen sind in Afghanistan mehrere Lawinen abgegangen. Mehr als hundert Menschen wurden getötet.

In Pakistan und Afghanistan sind nach Winterunwettern und Lawinenabgängen zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Die afghanische Katastrophenschutzbehörde (ANDMA) sprach am Sonntag von mindestens 87 Toten und 16 Verletzten in mehreren Provinzen in den vergangenen drei Tagen.

Allein 46 Menschen seien umgekommen, als mehrere Lawinen ihre Häuser in dem Dorf Afsaye im Distrikt Barg-e Matal im äußersten Osten des Landes überrollten, sagte der Gouverneur der Provinz Nuristan, Hafiz Abdul Qayoom, der Nachrichtenagentur dpa. Schnee, der sich bis zu drei Meter hoch türmte, machte die meisten Straßen in der Provinz unpassierbar. „Gegenwärtig versuchen wir, die abgeschnittenen Gebiete aus der Luft zu erreichen“, sagte der Gouverneur.

Die afghanische Regierung erklärte wegen der Unwetter einen landesweiten arbeitsfreien Tag. Der internationale Flughafen in Kabul wurde geschlossen.

Bei einem Lawinenunglück im Norden Pakistans kamen mindestens neun Menschen um. Die Schneemassen seien über das Dorf Shershal im Distrikt Chitral unweit der Grenze zu Afghanistan hereingebrochen, teilten die örtlichen Behörden am Sonntag mit. Der Ort ist in Pakistan wegen seiner Naturschönheiten ein beliebtes Reiseziel. Unter den neun Toten waren vier Frauen und drei Kinder. Vier Häuser, in denen 19 Familien lebten, wurden zerstört. Drei Schwerverletzte wurden ins Krankenhaus in Peschawar gebracht.

Erst vor wenigen Wochen ist es in Italien zu einem schweren Lawinen-Unglück gekommen. Auch hier starben zahlreiche Menschen.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP (Symbolbild)

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