Unwetter in den USA

Tropensturm "Harvey" bringt Tod und Verwüstung nach Texas

In Houston rudern zwei Männer bei heftigem Regen auf einer überfluteten Straße. Foto: Mark Mulligan
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In Houston rudern zwei Männer bei heftigem Regen auf einer überfluteten Straße. Foto: Mark Mulligan
Beschädigte und untergangene Boote liegen im Hafen von Port Lavaca. Foto: Charlie Riedel
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Beschädigte und untergangene Boote liegen im Hafen von Port Lavaca. Foto: Charlie Riedel
Demolierte Autos im texanischen Rockport vor einem stark beschädigten Appartmentkomplex. "Harvey" hat schwere Verwüstungen angerichtet. Foto: Courtney Sacco/Corpus Christi Caller-Times
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Demolierte Autos im texanischen Rockport vor einem stark beschädigten Appartmentkomplex. "Harvey" hat schwere Verwüstungen angerichtet. Foto: Courtney Sacco/Corpus Christi Caller-Times
Im Ort Rockport wurde eine große Bootshalle schwer beschädigt. Foto: Eric Gay
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Im Ort Rockport wurde eine große Bootshalle schwer beschädigt. Foto: Eric Gay
Ein von "Harvey" zerstörter Wohnmobilpark in Port Aransas. Foto: Gabe Hernandez / Corpus Christi Caller-Times/Zuma
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Ein von "Harvey" zerstörter Wohnmobilpark in Port Aransas. Foto: Gabe Hernandez / Corpus Christi Caller-Times/Zuma
Umgestürzte Strommasten in Texas. Zwischenzeitlich waren mehr als 300.000 Menschen ohne Strom. Foto: Eric Gay
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Umgestürzte Strommasten in Texas. Zwischenzeitlich waren mehr als 300.000 Menschen ohne Strom. Foto: Eric Gay

Er gilt nicht mehr als Hurrikan der zweithöchsten Kategorie, richtet aber enorme Schäden an: "Harvey" erschüttert Texas. Meteorologen warnen, manche Gebiete könnten für Monate unbewohnbar sein.

Houston (dpa) -"Harvey" war heute zwar nur noch ein Tropensturm - aber seine Auswirkungen im südlichen US-Staat Texas werden immer dramatischer.

Anhaltender sintflutartiger Regen führte in vielen Teilen der Stadt Houston zu massiven Überschwemmungen, Autos standen mancherorts bis zu den Dächern im Wasser.

Dem Sender CNN zufolge mussten in der Nacht zum Samstag mehr als 1000 in ihren Fahrzeugen oder Häusern eingeschlossene Menschen in Sicherheit gebracht werden, manche trugen kleine Kinder oder Haustiere in den Armen. Für weite Teile der Metropole wurde der Springflut-Notstand ausgerufen - die höchste Alarmstufe bei Überschwemmungen. "Diese Lage ist besonders gefährlich", warnte der Nationale Wetterdienst. "Sucht höher gelegene Gebiete auf, jetzt!"

Der zuständige Bezirkssheriff Ed Gonzalez bat die Behörden anderer Städte, mit Booten auszuhelfen. Einwohner wurden aufgerufen, sich nicht auf die Dachböden ihren Häuser zu retten, sondern auf die Dächer, damit sie aus der Luft geborgen werden könnten.

Auch in anderen Teilen von Südtexas machte sich "Harveys" Macht immer schlimmer bemerkbar - mehr als 24 Stunden, nachdem er als Hurrikan der zweitstärksten Stufe 4 auf Land geprallt war und sich dann abgeschwächt hatte. Weil der Tropensturm wegen eines nördlich gelegenen Hochdruckgebiets praktisch festsitzt, bringt er dauerhaft so massive Regenfälle, dass manche Gebiete Behördenangaben zufolge bald nur noch per Boot zu erreichen sein könnten.

Insgesamt kamen bisher zwei Menschen durch den Sturm ums Leben, einer davon in Houston. Die Zahl könnte noch steigen - zumal die Rekordniederschläge nach Voraussagen der Meteorologen bis Mitte der Woche anhalten werden.

Texas gehört zu den größten und bevölkerungsreichsten Bundesstaaten der Vereinigten Staaten. Zwischen dem Tal des Rio Grande im Süden und Amarillo im Nordwesten leben rund 28 Millionen Menschen. Wichtigste Städte sind das Ölzentrum Houston im Süden, Dallas und die Staatshauptstadt Austin. Neben der Energiewirtschaft ist die Landwirtschaft in Texas noch immer prägend. Sinnbildlich sind die großen Rinderherden. Die Cowboy-Tradition wird in vielen Orten von Texas noch immer hochgehalten. Fort Worth bei Dallas gilt etwa als Hauptstadt der Rodeoszene. Einst zu Mexiko gehörig, erklärte sich Texas nach kriegerischen Auseinandersetzungen 1836 für unabhängig. Neun Jahre später wurde es in die Vereinigten Staaten von Amerika eingegliedert. Texas ist einer der Staaten, in dem noch die Todesstrafe angewendet wird. Traditionell wird es von den konservativen Republikanern regiert. In der Bevölkerung gewinnen Zuwanderer aus Lateinamerika immer stärkeren Einfluss.

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