Naturkatastrophe

Mehr als 300 Tote bei Überschwemmungen in Südasien

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Die Zahl der Toten nach Überschwemmungen und Erdrutschen in Nepal, Indien und Bangladesch steigt weiter. Die Behörden in den drei Ländern bestätigten bis Mittwoch mehr als 300 Tote.

Neu Delhi/Kathmandu - Millionen von Menschen sind von den Naturkatastrophen, die auf heftigen Monsun-Regen zurückgehen, betroffen. Seit Ende vergangener Woche hatte tagelanger Regen in der Region schwere Schäden angerichtet. Die Überschwemmungen und Erdrutsche zerstörten Gebäude, Brücken und Ernten.

Allein im ostindischen Bundesstaat Bihar starben seit Sonntag 56 Menschen, knapp sieben Millionen leben nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde im Hochwassergebiet. Landesweit berichteten Behörden und Medien von mehr als 150 Toten seit Beginn der Unwetter. Dutzende werden noch vermisst. Starker Regen setzte auch die IT-Metropole Bangalore unter Wasser, berichtete der Sender NDTV.

Wegen des Regens in Indien steigen auch die Pegelstände im benachbarten Bangladesch. Die dortigen Behörden meldeten bislang 39 Tote. Die meisten der Opfer seien entweder ertrunken oder starben an Stromschlägen. Mehr als 2,6 Millionen Menschen sind dort vom Hochwasser betroffen, 350 000 mussten ihre Häuser verlassen.

Im Himalaya-Staat Nepal erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf mindestens 120, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. 35 Menschen wurden demnach noch vermisst. Es handele sich um die schwersten Überschwemmungen seit zehn Jahren. Die Behörden schickten mit Hubschraubern Lebensmittel, Wasser und Zelte in die am schlimmsten betroffenen Bezirke, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

Meteorologen erwarten noch mehr Regen in den kommenden Tagen. Bei sinkendem Wasserpegel warnten die Behörden in Nepal vor einem möglichen Ausbruch von Krankheiten wie Typhus und Gelbsucht. Erste Fälle seien bereits aufgetreten, berichtete die „Kathmandu Post“. In der Monsunzeit in Südasien von Juni bis September kommen jedes Jahr zahlreiche Menschen ums Leben.

dpa

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