Mehr OPs trotz weniger Kinder

Mehr Herzoperationen bei Kindern in Deutschland

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Ein Kinderkardiologe untersucht im Universitätsklinikum Münster ein herzkrankes Kind. Foto: Friso Gentsch

Wiesbaden (dpa) - Die Zahl der Herzoperationen bei Kindern in Deutschland ist gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte, gab es 2016 in Deutschland 4292 solcher Klinikaufenthalte von Kindern bis einschließlich 13 Jahren.

Das seien 5,7 Prozent mehr als vor zehn Jahren. Die Zahl der Kinder in Deutschland habe dagegen in der Zeit um 4,5 Prozent abgenommen, teilte das Amt auf Anfrage mit.

Rund 60 Prozent der Kinder waren zum Zeitpunkt des Klinikaufenthalts noch kein Jahr alt. Anlass für die Veröffentlichung ist der Tag des herzkranken Kindes am Samstag. Das Statistische Bundesamt zählt nach Angaben einer Sprecherin jeweils die einzelnen Krankenhausaufenthalte und erfasst nicht, ob ein Kind in einem Jahr mehrfach operiert wurde.

Bei vielen Operationen erfolgten nach Angaben der Statistiker gleich mehrere Korrekturen: Insgesamt waren es 11 175. Dazu gehörten vor allem die plastische Rekonstruktion der Herzscheidewand bei angeborenen Herzfehlern (2349 Maßnahmen), Operationen bei angeborenen Gefäßanomalien (1936 Maßnahmen) und andere operative Eingriffe am Herzen bei angeborenen Anomalien (1550 Maßnahmen). Im Durchschnitt lagen die jungen Patientinnen und Patienten während ihrer Behandlung 27 Tage im Krankenhaus.

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