Die meisten Verurteilten sind Männer

Wiesbaden - Männer sind unter den rechtskräftig Verurteilten in Deutschland nach wie vor viel zahlreicher als Frauen. Insgesamt gibt es aber weniger Verurteilte. In welchem Bereich die Straftaten massiv zurückgingen:

Im vergangenen Jahr waren von insgesamt 813 300 Bestraften etwa 660 000 oder 81 Prozent männlich, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. “Die registrierte Kriminalität ist ein vorwiegend männliches Phänomen“, hieß es. Da gebe es kaum Veränderungen. Bezogen auf ihren Anteil in der Bevölkerung seien zudem junge Männer 2010 weitaus häufiger verurteilt worden als Ältere.

Die Gesamtzahl der Verurteilten ging zurück. Sie sank im Vergleich zu 2009 - als 844 500 Menschen eine rechtskräftige Entscheidung erhielten - um knapp vier Prozent. Im Jahr 2009 war die Statistik der Strafverfolgung erstmals flächendeckend in Deutschland ausgewertet worden. Damals lag die Zahl der Verurteilten bei 897 600. Sie ging bis 2010 um neun Prozent zurück.

Einen rückläufigen Trend gibt es laut Statistik in den meisten Deliktgruppen. Fälle aus dem Straßenverkehr hätten den stärksten Einfluss. Im Jahr 2010 seien knapp 174 600 Personen beziehungsweise 21 Prozent aller Verurteilten wegen Straftaten im Straßenverkehr belangt worden. 2007 seien in dieser Deliktgruppe noch etwa 211 800 Verurteilte erfasst worden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.