Verdächtiger wurde geschnappt

Frau mit Messer getötet - jetzt wurde Ali S. geschnappt

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Ein Kiosk-Mitarbeiter hat in Düsseldorf eine Frau auf der Straße mit einem Messer getötet. Die Polizei suchte den Täter unter Hochdruck.

Ein Kiosk-Mitarbeiter soll in Düsseldorf eine Frau auf der Straße mit einem Messer getötet haben. Die Polizei hat den mutmaßlichen den Täter gefasst.

Update vom 29. August, 16.49 Uhr: Messerstecher in Spanien gefasst

Eineinhalb Wochen nach einer tödlichen Attacke auf eine Frau auf einer Straße in Düsseldorf ist der mutmaßliche Täter Ali S. in Spanien festgenommen worden. Das bestätigte ein Polizeisprecher am Mittwoch in Düsseldorf. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet. Dem Bericht zufolge wurde der Iraner in Sevilla gestellt.

Der Verdächtige soll die 36 Jahre alte Frau am Montag vergangener Woche verfolgt, heimtückisch angegriffen und erstochen haben. Der 44-jährige Iraner und sein Opfer hatten sich den Ermittlern zufolge gekannt: Die Frau hatte in unmittelbarer Nachbarschaft des Kiosks gewohnt, in dem der Mann arbeitete.

ZDF zeigte Fall bei „Aktenzeichen XY ... ungelöst“

Als Tatmotiv kommt den Ermittlungen zufolge verschmähte Liebe in Betracht. In einem von den Ermittlern als echt eingestuften Brief hatte der Iraner der Frau seine Zuneigung offenbart und sie gebeten, die Blockade seiner Telefonnummer aufzuheben. Ali S. ist nicht vorbestraft. Er war 2001 nach Deutschland gekommen.

Nach dem Verdächtigen war mit großem Aufwand und internationalem Haftbefehl gefahndet worden. Unter anderem war der Fall auch Thema in der ZDF-Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“.

Passant hörte Schreie

Ein Passant war nach Angaben der Ermittler Augenzeuge der Tat geworden. Er habe auf der Straße Schreie gehört und sich umgedreht, berichtete der Zeuge. Dabei habe er gesehen, wie der Mann im hellblauen Trainingsanzug auf die Frau eingestochen habe.

Der Augenzeuge hatte gemeinsam mit einem Radfahrer den flüchtenden mutmaßlichen Messerstecher verfolgt und ihn in einem Gebüsch aufgespürt. Mit dem Messer drohend sei Ali S. dann auf die Männer zugegangen, die daraufhin die Verfolgung abbrachen. Speziell ausgebildete Spürhunde der Polizei verloren die Fährte des Mannes in der Innenstadt.

Update vom 23. August: Trotz Aktenzeichen XY: Messerstecher von Düsseldorf weiter auf der Flucht

Trotz zahlreicher Hinweise an die Ermittler ist der mutmaßliche Frauenmörder Ali S. noch immer auf der Flucht. Wie ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen sagte, suchen die Beamten weiterhin nach dem 44-jährigen Kiosk-Mitarbeiter, der am Montag in Düsseldorf eine 36-jährige Frau auf offener Straße erstochen haben soll.

Der Fall war am Mittwochabend Thema in der ZDF-Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“. Nach der Ausstrahlung gingen bei den Ermittlern bis zum frühen Donnerstagmorgen drei weitere Hinweise ein. Bereits am Dienstag war ein Fahndungsfoto veröffentlicht worden. Am Mittwoch sprachen die Ermittler von zahlreichen Hinweisen, die daraufhin die Beamten erreicht hätten.

Nach Angaben der Polizei kannten sich der mutmaßliche Täter und sein Opfer. Die ledige Frau habe in der Nachbarschaft des Kiosks gewohnt, in dem der Mann gearbeitet habe. Das Motiv für die Tat war zunächst unklar. Bei Ali S. handelt es sich den Angaben zufolge um einen anerkannten Flüchtling aus dem Iran. 2001 sei er nach Deutschland gekommen.

Update vom 22. August, 8.40 Uhr:

Die Düsseldorfer Polizei sucht weiter bundesweit nach dem mutmaßlichen Frauenmörder Ali S. Der 44-jährige Kiosk-Mitarbeiter, der am Montagmorgen in Düsseldorf auf offener Straße eine 36-jährige Frau erstochen haben soll, befinde sich noch immer auf der Flucht, sagte ein Polizeisprecher am frühen Mittwochmorgen.

Der 44-Jährige und sein Opfer hatten sich den Angaben zufolge gekannt: Die ledige Frau habe in der Nachbarschaft des Kiosks gewohnt, in dem der Mann gearbeitet habe. Das Motiv für die Tat sei noch unklar.

Bei Ali S. handelt es sich demnach um einen anerkannten Flüchtling aus dem Iran. Er sei 2001 nach Deutschland gekommen. Auch seine acht Brüder lebten hier.

Update vom 21. August, 7.53 Uhr:

Nach der tödlichen Messerattacke in Düsseldorf ist der 44 Jahre alte Verdächtige weiter auf der Flucht.

Das teilte die Polizei am frühen Dienstagmorgen mit. Zu den Hintergründen der Tat gab es am Morgen keine neuen Erkenntnisse.

Der Mann soll eine 36-jährige Frau am Montag auf der Straße mit einem Messer attackiert und tödlich verletzt haben. Der Polizei zufolge war die Frau noch in eine Klinik gekommen, konnte aber nicht mehr gerettet werden. Hintergründe und Motiv der Tat waren unklar. Es werde ermittelt, ob die beiden sich kannten.

Bei der Fahndung waren Spezialkräfte der Polizei am Montag in die Wohnung des verdächtigen Iraners eingedrungen, trafen ihn jedoch nicht an.

Das war die Original-Meldung vom 20. August:

Düsseldorf - Eine Frau ist am Montagmorgen in Düsseldorf auf einer Straße von einem Mann angegriffen und erstochen worden. Wie eine Sprecherin der Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilte, war der Täter zunächst flüchtig. Eine Fahndung lief. Einzelheiten waren noch unklar. Die Polizei richtete eine Mordkommission ein.

Zeuge rief die Polizei

Ein Zeuge hatte die Beamten demnach per Notruf verständigt, weil ein Mann eine Frau attackierte. Sie starb wenig später. Ob Opfer und Täter sich kannten und in welcher Beziehung zueinander sie eventuell standen, war nach Angaben der Ermittler noch unbekannt. Nähere Angaben zu Opfer und mutmaßlichem Täter machte die Polizei zunächst nicht.

Polizei hat Hauptverdächtigen

Die getötet Frau kommt aus Bilk. Die Polizei hat einen ebenfalls in Bilk wohnender Mann als Hauptverdächtigen ausgemacht, wie der Express berichtet. Spezialkräfte hätten bei der Fahndung eine Wohnung durchsucht, ihn aber nicht gefunden.

Am Donnerstag hat sich eine Messerattacke in Offenburg ereignet, bei der ein Mann getötet wurde. Seine Tochter (10) musste offenbar alles mit ansehen. Die Tagesschau musste sich später rechtfertigen, weil sie über das Tötungsdelikt nicht berichtet hatte.

Auch Frederic Prinz von Anhalt ist bei einem Strandspaziergang im kalifornischen Santa Monica Opfer einer Messerattacke geworden.

AFP/dpa

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