Meuterei-Vorwürfe: "Gorch Fock" kehrt um

Glücksburg/Ushuaia - Das Segelschulschiff “Gorch Fock“ kehrt nach bekanntgewordenen schweren Konflikten zwischen Offiziersanwärtern und Stammbesatzung in seinen letzten Hafen in Argentinien zurück.

In Ushuaia solle es auf ein Ermittlungsteam der Marine warten, sagte Marine-Sprecher Alexander von Heimann am Donnerstag. Er bestätigte damit Berichte des NDR. Der Dreimaster werde voraussichtlich am (heutigen) Donnerstagabend gegen 18.00 Uhr deutscher Zeit ankommen.

Nach dem Tode einer Kadettin im November hatten

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Besatzungsmitglieder von Führungsversagen leitender Offiziere und einem Vertrauensverlust zwischen Stammmannschaft und Offiziersanwärtern berichtet. In einem Brief des Wehrbeauftragten an den Verteidigungsausschuss des Bundestages ist von Drohungen und sexueller Belästigung seitens der Stammbesatzung die Rede. Außerdem heißt es, vier Auszubildenden sei Meuterei vorgeworfen worden.

“Das sind schwerwiegende Vorwürfe“, sagte Fregattenkapitän Heimann. “Wir werden jetzt alles Menschenmögliche tun, um den Sachen nachzugehen und das aufzuklären.“ Das müsse zügig und mit der gebotenen Sorgfalt geschehen. Die Untersuchungskommission soll nun Gespräche mit allen Beteiligten führen. Wann sie an Bord gehen wird, war zunächst unklar. Die Marine hatte nach dem tödlichen Unfall die Ausbildung auf dem Traditionsschiff abgebrochen und die Offiziersanwärter nach Deutschland zurückgeflogen.

dpa

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