Zwei Monate nach Verschwinden

Nach Todes-Drama in Mexiko: Ermordeter Radfahrer wieder zuhause - doch ein Rätsel bleibt ungelöst

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Nach zwei Monaten Bangen und Warten konnte der Hesse Holger H. wieder Heim kehren. 

Vor zwei Monaten wurden die brutal zugerichtete Leiche des Hessen Holger H. in Mexiko gefunden. Jetzt konnte der Leichnam endlich nachhause gebracht werden. Der Radfahrer wurde brutal ermordet - und der Täter ist immer noch auf freiem Fuß. 

Mexiko-Stadt - Seine Geschichte bewegte Menschen auf der ganzen Welt: Der Hesse Holger H. (43) war auf Weltreise, erkundete Mexiko gerade zusammen mit einem polnischen Freund Mexiko auf dem Fahrrad als er sich plötzlich nicht mehr bei seiner Familie und seinen Freunden meldete. Zwei Wochen lang galt er laut extratipp.com* als vermisst - bis schließlich seine Leiche gefunden wurde.

Leiche der zwei vermissten Radfahrer an Schlucht in Mexiko gefunden

Eine Woche nachdem der Kontakt zu den beiden Männern verloren ging, fand man bereits die Leiche des Polen Krzysztof C. (37) an einer Schlucht nahe San Cristóbal de las Casas im südlichen Bundesstaat Chiapas. Wie extratipp.com* berichtet fehlte sein Kopf, ein Fuß und sogar das Herz. Auch die Überreste von Holger H. aus Freigericht bei Frankfurt wurden wenige Tage später an diesem Hang entdeckt.

Die Leiche von Holger H. wurde an einer Schlucht in Mexiko gefunden. 

Zwei Radfahrer aus Polen und Deutschland wurden brutal ermordet 

Die Behörden in Mexiko sprachen erst von einem Unfall, behaupteten die zwei Männer seien auf tragische Weise den Hang heruntergestürzt. Doch weitere Untersuchungen und der wachsende Druck seitens Angehörigen und der Öffentlichkeit zeigten: Der hessische Radfahrer starb durch einen Schuss in den Kopf - er und sein Begleiter wurden grausam getötet. 

Mit einem weißen Fahrrad an einem Strommast und Blumen wird an die beiden getöteten Fahrradfahrer erinnert.

Zwei Monate nach Leichenfund: Immer noch kein Täter gefasst

Für den Bruder des Toten war von Anfang an klar, dass es sich nicht einfach nur um einen Unfall handelte. Holger H. war ein Fahrrad-Profi: Mit seinem Fahrrad fuhr er in vier Jahren durch 34 Länder, legte dabei 62.000 Kilometer zurück. Mittlerweile ermitteln auch die Behörden in Mexiko wegen Mordes - doch auch zwei Monate nach dem gewaltsamen Mord wurde noch niemand festgenommen.

Die Ermittler in Mexiko vermuten, dass die beiden Radfahrer Opfer eines Raubüberfalls wurden. Beweise für diese Vermutung gibt es bislang noch nicht. Warum dem Polen dabeimit einer Machete der Kopf abgetrennt wurde oder wieso sein Herz fehlte, bleibt auch weiterhin unklar.

Holger H.: Seine letzte Reise geht nachhause

Seit Mai fordert die Familie des Getöteten eine Überführung der Überreste ins heimische Hessen. Um seiner Familie endlich ein bisschen Frieden zu bescheren, machte sich der Bruder des Toten sogar selbst zweimal auf den Weg (extratipp.com* berichtete) nach Mexiko.

Zwei Monate nach dem grausamen Mord wurde der Hesse endlich an die Gerichtsmedizin in Deutschland übermittelt - auch wenn der Mörder bislang nicht gefasst wurde: Die Familie ist glücklich, dass der 43-Jährige zuhause ist und dort seinen letzten Frieden finden kann. Er soll Anfang August bestattet werden. 

Holger ist wieder in Deutschland - auf diesen Tag musste die Familie lange warten. 

Doch nicht nur die Überreste des Toten sind nun wieder zurück in Deutschland: Rainer H. war es ein großes Anliegen, Holgers Rad mit nachhause zu bringen. Das darf bei seiner letzten Reise schließlich nicht fehlen. 

* extratipp.com* ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.


Natascha Berger

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