Saudi-Prinz vor Gericht

Milliardär will sich in Reichen-Top-10 klagen

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Prinz Alwalid bin Talal fühlt sich und sein Vermögen geringgeschätzt.

London - Manche wollen nicht, dass alle Welt weiß, wie reich sie sind. Ein saudischer Prinz klagt aber gegen eine zu niedrige Platzierung auf der "Forbes"-Liste der wohlhabendsten Menschen der Welt.

Laut der britischen Zeitung „Guardian“ klagt Prinz Alwalid bin Talal vor einem Londoner Gericht gegen das  US-Wirtschaftsmagazins wegen „Geringschätzung“. Sein Vermögen sei in Wahrheit um fast zehn Milliarden US-Dollar größer als die von von „Forbes“ geschätzten 20 Milliarden Dollar (rund 15 Milliarden Euro).

Der Saudi-Prinz, bisher auf Platz 26 in der Liste der reichsten Menschen der Welt, hält die Unterbewertung von „Forbes“ laut „Guardian“ für Absicht. Sie entspringe einer grundsätzlichen Parteilichkeit gegen saudi-arabische Geschäftsleute. Der „Guardian“ hatte nach eigenen Angaben Einsicht in Gerichtsdokumente.

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Platz 10: Karl Albrecht (90) ist der reichste Deutsche. Sein Vermögen wird auf rund 23,5 Milliarden Dollar geschätzt. Er ist Mitbegründer und Eigentümer des Lebensmitteldiscounters Aldi. © dpa
Platz 9: Der Spanier Amancio Ortega (74) hat sein Vermögen von rund 25 Milliarden Dollar mit der Modekette Zara gemacht. © dpa
Platz 8: Der Brasilianer Eike Batista (53)  ist mit geschätzten 27 Milliarden Dollar der reichste Mann des Landes. Er hat eine deutsche Mutter und machte sein Vermögen mit einer Holding, die ein Dutzend Konzerne verschiedenster Branchen vereint - unter anderem Öl, Erz, Energie und Logistik. © dpa
Platz 7: Der reichste Franzose Bernard Arnault (61) verfügt über ein Vermögen von rund 27 Milliarden Dollar. Er ist Vorstandsvorsitzender des Luxusgüterkonzerns LVMH zu dem auch Louis Vuitton, Moet & Chandon sowie Hennessy gehören. © dpa
Platz 6: Der Amerikaner Lawrence Ellison (65) nennt rund 28 Milliarden Dollar sein Eigen. Er ist Gründer und Präsident des Softwarekonzerns Oracle. © dpa
Platz 5: Der Inder Lakshmi Mittal (59) hat sein Vermögen von rund 28,7 Milliarden Dollar mit einem Stahlwerksimperium gemacht. © dpa
Platz 4: Mukesh Ambani (52) ist mit rund 29 Milliarden Dollar der reichste Inder der Welt. Er ist Vorstandsvorsitzender einer Petrohcemiefirma. © dpa
Platz 3: Warren Buffett (79), Großinvestor und Unternehmer, verfügt über ein geschätztes Privatvermögen von rund 47 Milliarden Dollar. Er spendete den Großteil seines Geldes an Stiftungen. © dpa
Platz 2: Bill Gates (54) besitzt rund 53 Milliarden Dollar. Sein Vermögen häufte er durch die Gründung von Microsoft an. Er führte die Forbes Liste  lange Zeit an. Wie Warren Buffett spendete er den Großteil seines Vermögens. © dpa
Platz 1: Carlos Slim (70) ist mit geschätzten 53,5 Milliarden Dollar der reichste Mensch der Welt. Der Mexikaner führt erstmals die Forbes-Liste an. Er profitierte davon, dass sich sein Telekommunikationsunternehmen nach der Finanzkrise sehr schnell erholte. Zudem kaufte er angeschlagene und staatseigene Unternehmen auf, sanierte sie und verkaufte sie gewinnbringend. © dpa

Zum Vermögen des Prinzen gehören unter anderem große Aktienpakete bei Firmen wie Twitter, Apple und dem Murdoch-Konzern News Corporation. Auch das Londoner Nobelhotel Savoy gehört dem Unternehmen des Saudis. „Forbes“ will einer Stellungnahme zufolge bei seiner Darstellung bleiben und zeigte sich „überrascht“, dass der Prinz den juristischen Weg in London einschlagen will.

dpa

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