Milliarden-Programm für Materialforschung

+
Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv

Berlin (dpa) - Aussichtsreiche Projekte wie ein Impfsystem ohne Injektionsnadel fördert das Bundesforschungsministerium mit seinem neuen Milliarden-Programm "Vom Material zur Innovation".

Im Zeitraum von zehn Jahren sollen im Rahmen der Hightech-Strategie der Regierung jährlich 100 Millionen Euro einen Anschub leisten für bessere Verbindungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft. Das bis 2024 angelegte Materialforschungsprogramm werde "dringend gebraucht für die Innovationskraft in Deutschland", sagte Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU) in Berlin.

Als Beispiel für Innovationen durch neue Materialien präsentierte Wanka eine Neuentwicklung der Firma IIS Andernach (Rheinland-Pfalz): das für bisher rund acht Millionen Euro entwickelte nadelfreie Injektionssystem "BioInjekt". Es soll flüssige oder feste Impfstoffe durch extrem hohen Druck kaum spürbar unter die Haut bringen.

IIS-Geschäftsführer Stefan Henke sagte, angesichts von 10 bis 15 Prozent Patienten mit "Nadel-Phobie" - sogar gut 90 Prozent bei Kindern - liege die Zukunft in einem solchen System. Es sei nicht nur patientenfreundlicher, sondern im Endeffekt auch preiswerter als konventionelle Spritzen-Lösungen. Nun gelte es, Partner für "BioInjekt" zu finden, humanklinische Studien durchzuführen und eine Produktion aufzubauen, sagte Henke.

Mitteilung BMBF zum Förderprogramm

Nadelfreies Impfystem

BMBF zu neuen Materialien

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.