Großfahndung in Chile

Millionenbeute bei Überfall auf Flughafen

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Ermittler suchen am Tatort nach Spuren.

Santiago de Chile - Vermummt und schwer bewaffnet überfallen Räuber auf einem Flughafen in Chile einen Geldtransport. Gab es Komplizen?

Eine Verbrecherbande hat umgerechnet fast acht Millionen Euro auf der Landebahn des Flughafens von Santiago de Chile erbeutet. Mindestens acht schwer bewaffnete und vermummte Männer überfielen am Dienstag auf der Flugpiste einen Geldtransportwagen, von dem sechs Milliarden Pesos (7,8 Mio. Euro) auf ein Flugzeug verladen werden sollten, wie das Nachrichtenportal Emol berichtete.

Das Wachpersonal von Geldtransportern darf auf dem Flughafengelände keine Waffen tragen. Offenbar zeigten die Verbrecher falsche Ausweise des Flughafenpersonals vor, um in das abgesicherte Gelände zu gelangen. Sie flüchteten mit dem Geld in den zwei Autos, mit denen sie auf die Landebahn gefahren waren, berichtete die Zeitung „La Tercera“. Reisende bemerkten nichts von dem Überfall.

Die Räuber warfen zahlreiche Nägel auf die Straße hinter sich, um eine Verfolgung zu verhindern. Die Polizei untersucht, ob ein in Brand gestecktes Auto auf der Autobahn nach Valparaíso eines der Fluchtautos war, wie der Rundfunksender Bío Bío meldete. Auch wird unter dem Flughafenpersonal nach Komplizen gefahndet. Diese könnten möglicherweise die Information zum Geldtransport weitergeleitet und den Tätern zu Ausweisen verholfen haben. Der Geldtransport auf dem internationalen Flughafen Arturo Merino Benítez wurde vorläufig ausgesetzt.

Nach Polizeiangaben handelte es sich um die größte Beute eines Überfalls in Chile, wie die Zeitung „La Tercera“ berichtete. Der bislang größte Raub war auf sehr ähnliche Weise 2006 auf demselben Flughafen verübt worden, als eine Milliarde Pesos ebenfalls von einem Geldtransport gestohlen wurden.

dpa

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