Reißende Fluten

Mindestens 54 Tote durch schwere Überschwemmungen in Vietnam

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Ein Reporter der vietnamesischen Nachrichtenagentur VNA wurde am Mittwoch weggeschwemmt, als ein reißender Strom in der nördlichen Provinz Yen Bai eine Brücke zerstörte.

Bei Überschwemmungen und Erdrutschen im Norden und im Zentrum Vietnams sind insgesamt mindestens 54 Menschen ums Leben gekommen.

Hanoi - Weitere 39 galten nach schweren Unwettern mit heftigen Regenfällen als vermisst, wie die Katastrophenschutzbehörde des Landes am Donnerstag mitteilte. Am stärksten betroffen von sechs Provinzen war die nördliche Provinz Hoa Binh mit elf Toten und 21 Vermissten. Dort erklärten die Behörden den Ausnahmezustand. Vielerorts traten Flüsse über die Ufer, häufig war der Verkehr durch Schlamm- und Geröllmassen unterbrochen. Ein Reporter der vietnamesischen Nachrichtenagentur VNA wurde am Mittwoch weggeschwemmt, als ein reißender Strom in der nördlichen Provinz Yen Bai eine Brücke zerstörte. Nach dem Journalisten wurde am Donnerstag weiter gesucht. 

Zehntausende Hektar Ackerland überflutet

Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde wurden mehr als 18.800 Häuser beschädigt oder zerstört und zehntausende Hektar Ackerland überflutet. Zehntausende Menschen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. Zahlreiche Strommasten fielen um. Die staatlichen Medien zeigten Bilder von Menschen, denen das Wasser bis zu den Hüften stand.

Die staatlichen Medien zeigten Bilder von Menschen, denen das Wasser bis zu den Hüften stand.

Hunderte Soldaten und Milizionäre waren an Hilfseinsätzen beteiligt. Der Wetterdienst gab zunächst keine Entwarnung. Das Tiefdruckgebiet nahm zunächst Kurs auf das benachbarte Laos. Meteorologen erwarteten aber auch am Donnerstag für Vietnam weiterhin heftigen Regen. Örtliche Medien zeigten Bilder von Menschen, die sich vor den Fluten auf die Dächer ihrer Häuser gerettet hatten.

afp

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