Sieben Tote bei Hochwasser

Hochwasser und Brände halten die USA in Atem

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Überschwemmungen im US-Bundesstaat Louisiana: Seitdem wurden mehr als 20 000 Menschen aus überschwemmten Häusern und Fahrzeugen gerettet.

Baton Rouge - Die Zahl der Toten bei den Überschwemmungen im US-Bundesstaat Louisiana ist auf mindestens sieben gestiegen. Auch die Brände im Westen der USA machen große Probleme.

Trotz besserer Wetterbedingungen erhöhten sich die Pegelstände in manchen Teilen des Staates weiter, teilte Gouverneur John Bel Edwards am Montag (Ortszeit) mit. Heftige Regenfälle hatten am Freitag eingesetzt. Seitdem wurden nach Angaben des Gouverneurs mehr als 20 000 Menschen aus überschwemmten Häusern und Fahrzeugen gerettet. Mehr als 12 000 mussten in Notunterkünften untergebracht werden. Edwards nannte das Hochwasser beispiellos und historisch. Die US-Regierung rief einen Katastrophenfall großen Ausmaßes aus.

Darauf weist das Auswärtige Amt in Berlin hin. Der öffentliche Nahverkehr wurde vorübergehend eingestellt, Behörden wurden geschlossen. Reisende in Louisiana sollten sich über lokale Medien über die aktuelle Lage informieren und den Hinweisen der Behörden Folge leisten.

Regen und Feuer - Beides ein Fluch

Der Lokalsender KALB berichtete am Montagabend (Ortszeit) von einem Vierjährigen, den zwei Passantinnen im Ort Hineston vom Ast eines Baumes gerettet hatten. Eine 57 Jahre alte Frau lag demnach in der Nähe ertrunken im Wasser. Sie und das Kind hätten sich zuvor laut örtlicher Polizei vermutlich aus einem sinkenden Auto gerettet. Edwards betonte, die Menschen sollten wachsam sein und sich möglichst nicht im Freien aufhalten. Der Fokus der Regierung von Louisiana liege noch auf den Rettungseinsätzen.

Nach Angaben des ADAC besteht außerdem weiterhin Feuergefahr im Westen der USA. Betroffen sind unter anderem die Bundesstaaten Colorado, Montana, Wyoming und Nevada. Reisende sollten auch hier unbedingt die Anweisungen der Behörden befolgen.

Mutmaßlicher Brandstifter festgenommen

Die Polizei hat nun einen möglichen Brandstifter festgenommen. Der 40-Jährige aus dem Ort Clearlake sei wegen Verdachts auf Brandstiftung in 17 Fällen verhaftet und in das Bezirksgefängnis von Lake County gebracht worden, teilte die kalifornische Brandschutzbehörde am Dienstag auf Twitter mit.

Demnach sei der Mann bereits am Montag festgenommen worden. Laut der Behörde soll der Verdächtige sowohl für die jüngsten Brände verantwortlich sein, die im ländlichen Bezirk Lake County, nördlich von San Francisco, 175 Gebäude zerstört haben, als auch für weitere Fälle von Brandstiftung im vergangenen Jahr.

Fast 9000 Feuerwehrleute im Einsatz

Nach Mitteilung der Feuerwehr vom Montagabend (Ortszeit) kämpften im Bezirk Lake County mehr als 1600 Feuerwehrleute allein in dieser Region gegen die Flammen an. Der Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, rief in zwei Gebieten den Notstand aus. Auf diese Weise sollen rasch Hilfsmittel und Gelder für die Brandbekämpfung mobilisiert werden.

Seit Wochen sind Löschteams in dem dürregeplagten Westküstenstaat im Einsatz. Auf Twitter hatte der Sprecher der Behörde am Montag mitgeteilt, dass derzeit fast 9000 Feuerwehrleute gegen acht größere Brände ankämpfen.

Tausende Hektar Land sind von den Bränden betroffen

In der kleinen Gemeinde Lower Lake, nördlich des bekannten Weinbaugebiets Napa Valley, brannten zahlreiche Geschäfte und Wohnhäuser ab, wie der „San Francisco Chronicle“ berichtete. Im vorigen Jahr hatte das sogenannte „Valley Fire“ in der Nähe mehr als 1300 Gebäude zerstört. Vier Menschen waren damals ums Leben gekommen.

Das „Sand Fire“ im hügeligen Hinterland um Santa Clarita, nördlich von Los Angeles, hatte im Juli eine Fläche von mehr als 15 000 Hektar Land verkohlt. Auch in Big Sur an der Pazifikküste zwischen Los Angeles und San Francisco brannten Häuser und Wälder ab.

Historische Flut in Louisiana

dpa

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