Detonation vor Moschee

Über 50 Tote bei Bombenanschlag in Pakistan

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Verheerende Schäden nach dem Bombenattentat in Karachi, bei dem mindestens 37 Menschen getötet wurden.

Karachi - Bei einem Bombenanschlag im Süden Pakistans sind über 50 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Kinder. Zahlreiche Menschen würden vermisst, mehr als 140 seien verletzt worden, hieß es.

Die Zahl der Toten bei dem Anschlag auf Schiiten in der südpakistanischen Hafenstadt Karachi ist auf mindestens 52 gestiegen. 127 Menschen seien bei der Explosion der Autobombe am Sonntagabend in einem Viertel der religiösen Minderheit verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher in der Hauptstadt der Provinz Sindh am Montag.

Ersten Hinweisen zufolge war die Bombe an einem Motorrad befestigt . Ein Vertreter der Sicherheitskräfte sagte später, die Bombe mit einem Gewicht von etwa hundert Kilogramm sei in einem Auto versteckt gewesen. Die Explosion hinterließ einen Krater von etwa zwei Metern Durchmesser. Mehrere Gebäude in der Umgebung fingen Feuer. Andere Häuser stürzten den Angaben zufolge ein. Es wurde befürchtet, dass weitere Menschen unter den Trümmern verschüttet wurden.

Das sind die Taliban

Das sind die Taliban

Sindhs Polizeichef Fayyaz Leghari sagte der Zeitung „The News“, man verdächtige die Taliban und die sunnitische Terrorgruppe Lashkar-e-Jhangvi (LeJ) als Urheber. Die LeJ hatte sich im Januar und Februar zu zwei Anschlägen auf Schiiten in der südwestpakistanischen Stadt Quetta mit insgesamt mehr als 175 Toten bekannt.

Rund 20 Prozent der 180 Millionen Menschen in Pakistan sind Schiiten. Nach Angaben der Organisation Human Rights Watch wurden im allein im vergangenen Jahr mehr als 400 Schiiten bei Angriffen in Pakistan getötet.

AP/dpa

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