Todesurteile in Nigeria vollstreckt

Zwischenfall: Exekution scheitert zunächst

Lagos - Erstmals seit dem Jahr 2006 sind in Nigeria wieder Todesurteile vollstreckt worden. Vier verurteilte Kriminelle wurden hingerichtet, wie die Behörden mitteilten. Eine fünfte Exekution scheiterte zunächst.

Offenbar hatte der Henker technische Probleme mit dem Galgen, wie ein Anwalt der Menschenrechtsorganisation LEPAD der Nachrichtenagentur Associated Press sagte. Offenbar wurde die Exekution aber später nachgeholt, wie es aus dem Gefängnis hies.

Die Männer seien hingerichtet worden, obwohl ihre Widerspruchsverfahren vor einem Berufungsgericht noch nicht abgeschlossen gewesen seien, sagte der LEPAD-Anwalt. Mindestens zwei der Gehängten waren nach seinen Angaben wegen Mordes verurteilt.

Amnesty International verurteilte die Hinrichtungen. Dies sei „ein wirklich düsterer Tag für die Menschenrechte“ in dem mit 160 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten afrikanischen Land. In Nigeria sitzen nach Schätzung der Menschenrechtsorganisation mehr als 1000 Menschen in der Todeszelle.

AP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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