Zölibatsbruch als Verteidigungsstrategie

Priester gesteht geheime Ehe in Sex-Prozess

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Der katholische Geistliche hatte sowohl das Zölibat gebrochen als auch eine Minderjährige sexuell genötigt.

London - Ein katholischer Priester ist wegen sexueller Nötigung verurteilt worden. Vor Gericht hatte er ein Geständnis abgelegt - aber nicht das, was die Richter erwartet hatten.

Einem englischen Gericht offenbarte der Geistliche, er führe seit mehr als zehn Jahren eine geheime Ehe. Der Anwalt des 59-Jährigen, Jeremy Hill-Baker, erklärte nach einem Bericht der Lokalzeitung „The Bradford Telegraph and Argus“ den Geschworenen im Prozess in Bradford bei Leeds, sein Mandant missachte sein Zölibatsversprechen wegen seiner tiefen Liebe zu seiner Frau. Mit diesem Argument wollte er offenbar der Anklage wegen sexueller Nötigung einer Minderjährigen den Wind aus den Segeln nehmen.   

Der 59-Jährige wurde von einer Jury schuldig gesprochen, am Ostersonntag des vergangenen Jahres eine 17-Jährige gegen deren Willen geküsst und am Po berührt zu haben. Seine Strafe wurde auf Bewährung ausgesetzt, sollte er sich jedoch etwas zuschulden kommen lassen, muss er ins Gefängnis. Außerdem ist er jetzt offiziell als Sexualstraftäter registriert.

AP/hn

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