Polizei ermittelt

Missbrauchsverdacht beim Leipziger Thomanerchor

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Der Thomanerchor in der Thomaskirche in Leipzig.

Leipzig - Beim Leipziger Thomanerchor gibt es einen Verdacht auf sexuellen Kindesmissbrauch gegen einen Schüler. Die Polizei ermittelt.

Die Polizei untersucht einen möglichen Missbrauchsfall im berühmten Leipziger Thomanerchor. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte ein unter 18-jähriger Sänger des Chores "engeren Kontakt" mit einem jüngeren, unter 14-jährigen Mitschüler des Alumnats, des zum Chor gehörigen Internats, wobei "eine sexuelle Grenzverletzung vorliegen könnte", wie die Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte. Es werde ermittelt.

Der ältere Schüler wurde nach Angaben der Stadt vorsorglich des Chores verwiesen. Mit dem minderjährigen Schüler und seinen Eltern steht die Chorleitung demnach in engem Kontakt.

Hinweise auf Drogenkonsum

Nach einem Bericht der Bild-Zeitung sollen Eltern über Chat-Protokolle auf den Smartphones ihrer Söhne auf den Fall aufmerksam geworden sein. Dabei soll es auch Hinweise auf Drogenkonsum im Alumnat gegeben haben. Drei Chormitglieder seien wegen Cannabis-Konsums vorübergehend beurlaubt worden, sie könnten aber bald zurückkehren, sagte ein Stadtsprecher.

Der berühmte Knabenchor besteht seit mehr als 800 Jahren und ist einer der wichtigsten musikalischen Botschafter Leipzigs. Rund hundert Jungen und Jugendliche von neun bis 18 Jahren gehören dem Chor an.

AFP/dpa

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