Eine selten dämliche Aktion

Mit diesem Selfie verdarb sich der Bräutigam seine Hochzeit

+

Northumbria - Ein britischer Bräutigam postete kurz vor seiner Hochzeit ein Selfie auf Twitter - und avancierte damit zur größten Witzfigur im Netz.

In Zeiten sozialer Netzwerke ist die digitale Selbstdarstellung längst zum gesellschaftlichen Usus avanciert - die Möglichkeiten, sich in der virtuellen Welt bestmöglich zu inszenieren reichen mittlerweile von beweglichen Fotos à la Harry Potter über die skurrilsten Filter bis hin zu kleinen, selbst gedrehten Kurzfilmchen.

Eine spezielle Art der Fotografie, die neben all diesen technischen Neuheiten fast schon antik wirkt, gilt dabei nach wie vor als besonders beliebte Kunstform: Selbstporträts mit dem Smartphone - sogenannte Selfies - sind fester Bestandteil eines jeden eifrig betriebenen Instagram-Accounts. 

Doch der Versuch, ein besonders waghalsiges und innovatives Selfie aufzunehmen, kann gewaltig nach hinten losgehen - das hat der Twitter-User Pete Hemsley kürzlich eindrucksvoll bewiesen. Mitte April postete der Brite einen Schnappschuss aus seinem fahrenden Auto und schrieb dazu folgenden Text: "Meine letzte Nacht als unverheirateter Mann. Morgen bin ich verheiratet. Verrückte Zeiten. Ich kann es kaum erwarten, meine Prinzessin @Geordie_Princess zu heiraten. So wunderschön.“ 

Dieses Selfie wird Hemsley für immer bereuen

Die vermeintlich nett gemeinte Geste in Richtung seiner Zukünftigen entpuppte sich jedoch als fataler Fehler - denn mit seinem Tweet machte Hemsley die Polizei von Northumbria auf sich aufmerksam. 

Die Beamten reagierten laut der britischen Daily Mail noch am selben Tag auf das Bild und antworteten dem Bräutigam mit einem Tweet, der ihm die Freude auf die bevorstehenden Feierlichkeiten wohl gründlich verdarb: „@Geordie_Aviator, bitte melde dich, damit wir dir dein Hochzeitsgeschenk zusenden können: 200 Pfund Strafe und 6 Punkte!“

Doch was hat Hemsley verraten?

Tatsächlich mussten die Kriminalinspektoren kaum detektivische Fähigkeiten unter Beweis stellen, um Hemsley als Gesetzesbrecher zu entlarven - es reichte schon, einen etwas genaueren Blick auf das Selfie zu werfen. 

Denn auf dem Bild trägt der Brite eine Sonnenbrille, in der sich die Situation spiegelt - und damit den sicheren Beweis dafür liefert, dass Peter sein fahrendes Auto zum Zeitpunkt der Aufnahme mit nur einer Hand steuerte. Ein illegales Vergehen, dass in Großbritannien tatsächlich mit einer saftigen Geldstrafe von bis zu 200 Pfund geahndet werden kann.

„Der dümmste Autofahrer der Welt“

Zahlreiche englische Medien ernannten den Mann, der sich mit seinem Selfie selbst überführt hatte, deshalb bereits zum „dümmsten Autofahrer der Welt.“ Und auch die Twitter-Gemeinschaft, die bekanntlich einen ausgeprägten Hang zur Schadenfreude hat, ergötzt sich mit Freuden an Hemsley Blamage: " Es sind Leute, wie diese, die ihr Leben durch ihre eigene Dummheit selbst zerstören", kommentierte beispielsweise der Fotograf Matthew Clements.

Dem mittlerweile verheiratete Hemsley scheint seine selten dämliche Aktion natürlich ebenfalls mehr als peinlich zu sein: Kurz nach dem er das Foto gepostet hatte, löschte er seinen Twitter-Account, auf dem er unter dem Usernamen @Geordie_Aviator bekannt war.

Einen großen Anteil Spott und Hohn muss deshalb nun seine Angetraute Sara Hemsley ertragen. Ein besonders bissiger User rät der frisch gebackenen Braut sogar, ihre Partnerwahl noch einmal zu überdenken.

sl

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.