Condor-Flug nach Frankfurt wegen Sehnsucht nach Katze abgebrochen

Model schlägt Stewardess - und löst damit Kampfjet-Einsatz aus

Denver. Weil es seine Katze nicht sehen durfte, ist ein Model während eines Condor-Flugs von Las Vegas nach Frankfurt derart ausgerastet, dass Kampfflugzeuge aufsteigen und das Flugzeug zu einer Zwischenlandung in Denver eskortieren mussten.

Ein Condor-Sprecher sagte laut „ABC News“, dass der Pilot kurz nach dem Start Hilfe angefordert habe, weil es einen renitenten Passagier an Bord gebe. „Es war nicht möglich, den Flug fortzusetzen, deshalb entschied sich der Pilot, unplanmäßig zu landen“, teilte die deutsche Fluggesellschaft mit. Die Boeing 767 sei daraufhin von zwei F-16-Kampfjets der US-Luftwaffe eskortiert worden und schließlich in Denver gelandet, sagte eine Sprecherin der nordamerikanischen Luftraumverteidigung.

Bei dem renitenten Fluggast handelt es sich laut eines Beitrags des US-Senders CBS Denver um ein Model aus Europa. Dieses habe am Freitag darauf bestanden, dass seine Katze aus dem Gepäckraum zu ihm gebracht werde, berichtete der US-Sender am Wochenende. Die Frau habe demnach gesagt, das Tier sei ihre „comfort cat“ – also ihre „Beruhigungskatze“. Als die Stewardess sich dennoch weigerte, ihr die Katze zu bringen, soll die Frau ausgerastet sein und ihr ins Gesicht geschlagen haben.

Nicht nur der Sender, auch andere Passagiere berichteten von dem Zwischenfall, einige von ihnen auf Twitter. Eine Nutzerin postete in dem Kurznachrichtendienst ein Bild, das Polizisten nach der Landung in der Maschine zeigt, und schrieb noch im Flugzeug sitzend genervt: „Es geht doch nichts über eine Notlandung wegen hysterischer Frauen, die auf eine Stewardess losgehen.“

Das Model wurde von den Polizeibeamten aus dem Flieger gebracht und befragt. Ein FBI-Sprecher sagte dem Sender ABC News später, es sei jedoch niemand festgenommen worden. Vielmehr habe es sich um ein Missverständnis gehandelt. Außer der Stewardess habe die Frau keine anderen Passagiere angegriffen.

Die waren dennoch genervt. Denn nach Frankfurt weiterfliegen durften sie nach der unfreiwilligen Zwischenlandung zunächst nicht. Stattdessen kamen die 229 Passagiere über Nacht in Hotels unter. Erst am Samstag setzte die Maschine ihren Flug Richtung Europa fort. Ob das Model da ebenfalls an Bord war, ist nicht bekannt.

Rubriklistenbild: © dpa

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