Die moderne Küche ohne Griffe und Schalter:

Die moderne Küche ohne Griffe und Schalter: Servo-Drive System

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Keine Griffe, keine Knöpfe, keine sichtbaren Schalter: Wie von Zauberhand öffnen und schließen sich in der hochmodernen Küche von Veit Wüllrich aus Kassel die Schubladen, gleiten die Fronten der Oberschränke nach oben und zurück nach unten, gehen Schränke auf und wieder zu.

Sesam, öffne dich“, sagt Veit Wüllrich scherzhaft, während er kaum merklich mit den Fingerspitzen eine der mattweißen Oberflächen berührt. Als hätte er die Worte seines Besitzers verstanden, fährt ihm der Schubkasten mit seinem Besteck entgegen.

Der Trick, mit dem der 26-Jährige und sein Partner Martin Kersten regelmäßig ihre Gäste verblüffen, nennt sich Servo Drive. Für die moderne Technik, die auf einem elektrischen Touch-Mechanismus beruht, hatte sich der leidenschaftliche Hobbykoch bereits entschieden, bevor er überhaupt wusste, wie seine Küche im Detail aussehen sollte.

Hobbykoch Veit Wüllrich hat in seiner Küche wert auf technische Rafinesse gelegt.

Ohne Griffe, ohne rustikale Schnörkel sollte sie sein, stattdessen puristisch und technisch auf höchstem Niveau – so viel stand zumindest fest, als sich Veit Wüllrich und Martin Kersten im vergangenen Jahr auf die Suche nach einer Küche für ihre neue Wohnung machten. Fündig wurden sie im Liebeck Küchenstudio in Kassel.

„Ich wollte keine Griffe, weil man an ihnen beim Kochen häufig hängen bleibt“, sagt Veit Wüllrich und spricht dabei aus Erfahrung. Schließlich stehen er und Martin Kersten nahezu täglich am Herd. Genauer: an ihrem Kochfeld mit Flächeninduktion, das ebenfalls komplett ohne Knöpfe auskommt und Platz für viele Töpfe gleichzeitig bietet.

Hier bereiten sie für sich und ihre Freunde oftmals sogar mehrgängige Menüs zu. „Ich habe schon als Kind Mama und Oma beim Kochen geholfen. Heute hole ich mir auch Anregungen aus Kochbüchern oder probiere selbst neue Variationen aus“, sagt Veit Wüllrich, der nicht nur den Inhalt seiner zahlreichen 90 Zentimeter breiten Schubladen kennt, sondern die Zutaten und Küchenutensilien auch zu benutzen weiß.

Die Flächeninduktion bildet den Mittelpunkt der Kochinsel, die den etwa 20 Quadratmeter großen Küchenbereich mit dem Wohnzimmer verbindet. Ein Lavagrill – „weil wir auch im Winter gern grillen“ – und ein Gas-Wok wurden ebenfalls in die Granitplatte eingelassen. Der Deckenlüfter erzielt eine Luftleistung von bis zu 1400 Kubikmeter pro Stunde. „Für eine offene Küche wie diese ist das ein Muss“, so der Besitzer der Küche.

Der Dampfbackofen in edelem Design.

Ein Muss waren auch die weiteren hochwertigen Markengeräte, wie die Spülmaschine, die laut Wüllrich in 15 Minuten den Abwasch erledigt, ein exklusiver Dampfbackofen, spezielle Wärmeschubladen für Geschirr und Speisen sowie unter anderem ein Kühlschrank, der automatisch Eiswürfel produziert.

Ein Spülbecken, in dem ein Backblech bequem Platz findet, eine für ihr Design preisgekrönte Einhebel-Armatur mit Schlauchbrause und zahlreiche weitere raffinierte Details sorgen dafür, dass sich Veit Wüllrich und Martin Kersten in ihrem neuen Wirkungsbereich wohlfühlen: „Meine Küche gefällt mir so gut, weil sie so praktisch ist“, sagt Veit Wüllrich – wischt mit dem Finger über eine Front, und schon öffnet sich die Getränkeschublade.

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