Modul für Mars-Mission vorgestellt

Bremen - Gab oder gibt es Leben auf dem Mars? Diese Frage soll von 2016 an die Mission „ExoMars“ beantworten helfen. Ein wichtiges Element für die Raumsonde wurde in Bremen gebaut.

Ein wichtiges Modul für eine Mars-Sonde hat das Raumfahrtunternehmen OHB am Montag in Bremen vorgestellt. Der Spurengas-Orbiter solle nun in Frankreich fertiggebaut werden, hieß es. Der Start der Mars-Sonde mit dem gut drei Meter großen und hunderte Kilogramm schweren Modul an Bord sei für 2016 geplant. Die Raumsonde ist Teil der „ExoMars“-Mission der europäischen Raumfahrtagentur Esa und der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos. Dabei soll auf dem Roten Planeten nach Spuren von früherem oder noch existierendem Leben gesucht werden.

„Der Transfer des Kernmoduls von Bremen nach Cannes ist der erste Schritt zum Mars“, sagte Esa-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain. „ExoMars“ sei eine einzigartige Mission für Europa. „Es ist das erste Mal, dass wir auf dem Mars landen werden. Es ist das erste Mal, dass wir uns auf dem Mars mit einem Fahrzeug bewegen werden.“ Der OHB-Vorstandsvorsitzende Marco Fuchs sagte, das Projekt werde auch dabei helfen, eine Marslandung mit Astronauten vorzubereiten.

Der Orbiter soll zusammen mit einem Landemodul im Januar 2016 von Russland aus Richtung Roter Planet starten. Nach etwa neun Monaten Flugzeit soll er den Mars erreichen. Während mit dem Landemodul Technologien für die Landung erprobt werden sollen, wird der Orbiter um den Mars kreisen und dessen Atmosphäre analysieren.

Beim zweiten, für das Jahr 2018 geplanten Teil der Mission sollen ein europäischer Rover und eine russische Station auf den Mars gebracht werden. Das Fahrzeug soll über den Planeten fahren und mit einem Bohrer bis zu zwei Meter tief den Boden untersuchen. Für diese Mission soll der teilweise in Bremen gebaute Orbiter als Daten-Relais-Satellit - eine Art Kommunikationszentrale - dienen.

dpa

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