Größtes mutmaßliches Trümmerteil misst 24 Meter

Möglicher Hinweis auf MH370-Wrackteile im Indischen Ozean

+

Canberra. Ist es endlich der entscheidende Hinweis auf die verschwundene Boeing? Satellitenbilder zeigen ein Objekt von 24 Meter Länge südwestlich von Australien. Flugzeuge sollen prüfen, was dahinter steckt. Doch das Wetter bereitet Probleme.

Bei der Suche nach dem verschwundenen Malaysia-Airlines-Flugzeug gibt es möglicherweise eine heiße Spur. Experten des australischen Geheimdienstes entdeckten auf Satellitenbildern mögliche Wrackteile der verschollenen Boeing im Indischen Ozean. "Neue und glaubhafte Informationen sind ans Licht gekommen", sagte Ministerpräsident Tony Abbott am Donnerstag im Parlament in der Hauptstadt Canberra.

Lesen Sie auch:

- Flug MH370: Warum es keine Telefonate gab

- Private Daten bei MH370-Pilot gelöscht

- MH370: Angehörige drohen mit Hungerstreik

- 26 Länder suchen nach MH370

- MH370: Kurswechsel stützt Entführungsthese

Nach Angaben der Seesicherheitsbehörde des Landes (Amsa) ist eines der Objekte 24 Meter lang. Ein Aufklärungsflugzeug wurde umgehend in das rund 2500 Kilometer südwestlich der Stadt Perth gelegene Gebiet. Der Pilot habe jedoch schlechte Sicht gemeldet und zunächst kein Objekt entdeckt, sagte der Amsa-Noteneinsatzbeauftragte John Young. Drei weitere Flugzeuge seien inzwischen auf dem Weg in die Region.

Weil das Gebiet so weit von Land entfernt ist, haben die Flugzeuge den Angaben zufolge jeweils nur etwa zwei Stunden Zeit zur Suche. Dann müssten sie umkehren, um mit dem verbliebenen Kerosin an Bord den Landeplatz bei Perth erreichen zu können.

Young zufolge wird im Laufe des Tages ein Schiff das Gebiet erreichen. Auch das Marineschiff "HMAS Success" sei auf dem Weg. Es brauche aber einige Tage. "Es ist gut ausgerüstet, Objekte zu bergen", sagte Young.

Die Boeing 777-200 mit 239 Menschen an Bord war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking vom Radar verschwunden. Amsa koordiniert die Suche nach der Maschine im Indischen Ozean.

Artikel aktualisiert um 9.55 Uhr

Young zufolge wurden mehrere Objekte im Meer entdeckt. "Es sah so aus, als schaukelten sie auf dem Wasser auf und ab", sagte er. Die Objekte seien bislang nicht eindeutig als Teile der Boeing 777-200 identifiziert worden. Die Region liegt aber nahe der möglichen Flugroute, die Experten errechnet hatten. Young schätzte, dass das Meer an dieser Stelle 1000 Meter tief ist.

Die Ermittler sind nach Signal- und Datenanalysen inzwischen überzeugt, dass die Maschine nach dem Start radikal vom Kurs abwich und noch stundenlang weiterflog, entweder in nordwestlicher oder südwestlicher Richtung.

Flug MH370: Chronologie einer Suche

Flug MH370: Chronologie einer Suche

Weil keines der Länder auf der nordwestlichen Route Radarsichtungen eines Flugzeugs meldete, konzentrierte sich die Suche auf die südliche Route, die über den Indischen Ozean führt. Ermittelt wird wegen Sabotage, Entführung Terrorismus oder Selbsttötung eines der Piloten. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.