Halbschattenfinsterniss

Naturschauspiel: Am Samstag wird der Mond grau

+
Der Vollmond wird in der Nacht zum Samstag einen grauen Schleier tragen

Offenbach - Der Vollmond bekommt in der Nacht zum Samstag einen Grauschleier. Das ist keine optische Täuschung, auch eine ungeputzte Brille ist nicht schuld - sondern eine Halbschattenfinsternis.

In der Nacht zum Samstag wird sich ein Schleier vor den Vollmond schieben. Doch in vielen Teilen Deutschlands versperren Wolken die Sicht auf die sogenannte Halbschattenfinsternis. Am ehesten noch gebe es im Ostern eine Chance auf freien Blick zum Mond, sagte Meteorologe Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Mittwoch. Im Süden und Westen werde es nur Wolkenlücken geben - wo genau, sei kaum vorhersehbar.

Bei einer Halbschattenfinsternis wird der Mond nicht vom Kernschatten der Erde verdunkelt, sondern nur vom Halbschatten getroffen, der den Kernschatten umgibt. Dieses Phänomen wird auch „grauer Mond“ genannt. Für Laien werde das Schauspiel, das gegen Mitternacht beginnt, nur schwer zu erkennen sein, sagte Uwe Walther von der Volkssternwarte Kirchheim in Thüringen. „Es ist etwas für Kenner und naturverbundene Genießer.“

Der Höhepunkt der Halbschattenfinsternis werde um 01.50 Uhr am Samstagmorgen erreicht sein. Dann werde die Mondscheibe zu rund drei Vierteln von dem Grauschleier bedeckt sein. Danach zieht sich der schwache Schatten wieder zurück.

Die acht Planeten: Reise durchs Sonnensystem

Die acht Planten unseres Sonnensystems: Die Gesteinsplaneten Merkur, Venus, Erde und Mars sowie die Gasplaneten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. © Nasa/JPL
Sie alle umkreisen unser Zentralgestirn, die Sonne. © Nasa
Der Merkur ist der Sonne am nächsten und gleichzeitig der kleinste der Planeten - er ist nur wenig größer als der Erdenmond. © Nasa/John Hopkins University
Die Venus ist der zweite Planet von der Sonne aus gesehen und zugleich der nächste Nachbar der Erde. Wegen der Temperaturen von 460 Grad Celsius auf der Oberfläche wird die Venus auch "Höllenplanet" genannt. © Nasa/JPL/USGS
Die Erde vom All aus gesehen. Aus dieser Perspektive wird deutlich, warum sie auch der blaue Planet genannt wird. © Nasa
Der Mond - ständiger Begleiter der Erde. Seine Oberfläche ist von zahlreichen Einschlagkratern übersät. © Nasa/JPL
Der Mars. Wie die Erde besitzt der rote Planet eine Atmosphäre. Die Oberfläche ist von Vulkanen und riesigen Schluchten gekennzeichnet. Forscher halten es für möglich, dass es auf dem Planeten einfache Formen von Leben geben könnte. © Nasa/JPL
Der Gasriese Jupiter ist doppelt so schwer wie alle anderen Planten zusammen. © Nasa/JPL
Der Saturm ist mit seinen Ringen vielleicht der spektakulärste Planet unseres Sonnensystems. © Nasa/JPL/Space Science Institute
Uranus ist der siebte Planet unsers Sonnensystems und zieht seine Runden in rund 2,9 Milliarden Kilometern Entfernung von der Sonne.  © Nasa/Space Telescope Science Institute
Seitdem Pluto nicht mehr zu den Planeten zählt, ist Neptun der äußerste Planet unseres Sonnensystems. © Nasa

Wie bei allen Mondfinsternissen stehen Vollmond, Erde und Sonne im Weltraum etwa in einer Linie. Der Schatten der Erde trifft den Mond und verdunkelt ihn, im Fall der Halbschattenfinsternis aber fast unmerklich. Zum letzten Mal trat eine Halbschatten-Mondfinsternis am 28. November 2012 auf. Damals versperrten dichte Wolken die Sicht. Eine partielle Mondfinsternis, bei der ein Teil des Mondes in den Kernschatten der Erde tritt, gab es am 25. April dieses Jahres. Die nächste totale Mondfinsternis über Mitteleuropa ist erst am 28. September 2015 zu sehen - wenn das Wetter mitspielt.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.