So war das mit dem "kleinen Schritt"

Mond-Lüge: Hat Neil Armstrong geflunkert?

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Neil Armstrong hat die Geschichte der legendären ersten Mondlandung ein wenig verschönert

Los Angeles - Die erste bemannte Mondlandung hat stattgefunden, allen Zweiflern zum Trotz. Doch bei einem Detail hat uns Weltraum-Pionier Neil Armstrong wohl einen Großen Bären aufgebunden. 

"Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit!" hatte der US-Astronaut Neil Armstrong am 21. Juli 1969 ausgesprochen, als er als erster Mensch den Mond betrat. Der Spruch, der in die Geschichtsbücher einging, sei ihm eingefallen, als er in der Kapsel der Apollo-11-Rakete auf dem Weg zum Mond war. Das hatte der Weltraum-Pionier immer wieder behauptet, und so steht es auch in seiner Biografie aus dem Jahr 2005. Doch jetzt widerspricht dem im vergangenen Jahr verstorbenen Sternenfahrer sein eigener Bruder.

Wie die "Huffington Post" berichtet, hatte sich Armstrong den Satz schon lange vorher ausgedacht. "Bevor er nach Cape Canaveral ging, um von dort aus zum Mond zu starten, traf ich mich mit Neil", erinnert sich Dean Armstrong in einem aktuellen Dokumentarfilm. "Wir spielten eine Partie "Risiko", dann zog er einen Zettel aus der Tasche und sagte: "Lies das und sag mir, was Du davon hältst." Da stand genau dieser Spruch - und ich fand ich großartig."

Vor seinem Start zum Erdtrabanten waren dem Astronauten laut NBC News eine Unmenge Zitate vorgeschlagen worden, die zu diesem historischen Ereignis passend erschienen - von Bibelsätzen bis zu Shakespeare-Zeilen. Doch wie wir alle wissen, machte der Spruch mit dem "kleinen Schritt"das Rennen. Und auch wenn der gar nicht so spontan entstand: Manche Legenden werden einfach noch schöner, wenn man hier und da etwas dazudichtet...

hn

Mond oder Erde?

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Plätze an denen sich Himmelsplanet und Erde ziemlich ähnlich sind: 1. Bolivien: Valle de la Luna – Mondtal. Es liegt ungefähr zehn Kilometer südöstlich der Stadt La Paz. Das Mondtal entstand im Lauf von Millionen Jahren durch Erosion. © dpa
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Im Valle de la Luna finden sich zahlreiche Formationen aus Salzgestein. © dpa
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2. Chile: Die Atacama-Wüste im Norden Chiles ist etwa 15 Millionen Jahre alt und gilt als die trockenste Wüste weltweit. © dpa
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3. Kalifornien: Von Gott verlassen, aber mit himmlischer Ruhe gesegnet: Das Death Valley ist der trockenste Nationalpark der USA, umschlossen von mehreren Gebirgen. © dpa
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4. Hawai: Der Volcanoes National Park auf Hawaii sieht fast mehr nach Mond aus als der Mond selbst. Millionen Jahre waren Vulkane hier aktiv und haben eine dramatische Landschaft geschaffen. © dpa
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5. Island: Fast so einsam wie auf dem Mond ist es hier. Und die Landschaft aus Felswüsten, Eiskappen und kahlen Gipfeln ist ähnlich schroff – ein Kunstwerk aus Stein und Sand. © dpa
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6. Lanzarote: Die 845 Quadratkilometer große Kanareninsel Lanzarote ist zu drei Vierteln mit Lava bedeckt, ausgespieen von etwa 100 Vulkanen in den Jahren 1730 bis 1736. © dpa
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7. USA: Der Mono Lake ist ein alkalischer See mit hohem Salzgehalt, der gespickt ist mit märchenhaften Steinformationen und vulkanischen Inseln. © dpa
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8. Namibia: Das Dead Vlei ist eine Ton- und Salzpfanne mit einer Wüstenlandschaft, die kein Wasser mehr erreicht. © dpa
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9. Neuseeland: Vulkangestein und türkisblaues Wasser. © dpa
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10. Teneriffa: Der Pico del Teide ist mit über 3700 Metern der dritthöchste Inselvulkan der Erde. © dpa

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