Mord an 13-Jähriger: Auch Ermittlungen gegen Mutter

Stolzenau: Nach dem Mord an einer 13-Jährigen in Stolzenau ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt auch gegen die Mutter des Mädchens.

„Wir prüfen, wie die Mutter in die Tat involviert ist“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden, Lutz Gaebel, am Mittwoch. Souzan war am 5. Dezember von ihrem Vater auf der Straße erschossen worden, vermutlich weil sie nicht mehr bei ihren Eltern leben wollte. Die Mutter war Zeugin der Tat. Der 35 Jahre alte mutmaßliche Mörder ist weiter auf der Flucht.

Ob es sich bei dem Verdacht gegen die Mutter um Mitwisserschaft oder Mittäterschaft handelt, wollte der Staatsanwalt nicht sagen. Ein Haftbefehl stehe aber derzeit nicht im Raum. Nach dem Verbrechen waren Souzans drei jüngere Brüder vom Jugendamt in Obhut genommen worden. Noch vor Weihnachten kehrten sie wieder zu ihrer Mutter zurück. „Die Polizei hatte keine Gefährdung mehr für die Kinder gesehen“, berichtete der Sprecher des Landkreises Nienburg, Torsten Rötschke.

Die 13-Jährige war ein halbes Jahr vor der Tat wegen familiärer Spannungen mit Zustimmung des Jugendamtes in ein Heim gezogen. Auslöser des Verbrechens könnte das Vorhaben des Landkreises gewesen sein, den Eltern das Sorgerecht für das Mädchen zu entziehen.

Der Iraker könnte sich ins Ausland abgesetzt haben. „Nach dem Mann wird in Deutschland, im europäischen und arabischen Ausland gefahndet“, sagte Gaebel. Nach Einschätzung der Fahnder hat der mutmaßliche Mörder bei seiner Flucht wahrscheinlich Helfer. „Dass er sich so lange verborgen hält, lässt die Vermutung zu, dass er Unterstützung findet - von wem auch immer“, sagte der Staatsanwalt.

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