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Mord an Milliardärs-Ehepaar: Jetzt lobt Familie eine Mega-Belohnung aus

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Von: Vivian Werg

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Im Dezember 2017 wurde einer der reichsten Männer Kanadas brutal in seinem eigenen Haus ermordet. Bis heute ist der Doppelmord ungeklärt.
Mysteriöser Mord an Pharma-Milliardär Sherman und Ehefrau © Rick Madonik/ Imago

Der Doppelmord an dem milliardenschweren Pharmaunternehmer Barry Sherman und seiner Frau ist bis heute ungeklärt. Jetzt hat die Familie die Belohnung für Hinweise auf 24 Millionen erhöht.

Toronto – Im Dezember 2017 ist einer der reichsten Männer Kanadas, der Milliardär Berry Sherman und seine Frau, brutal in ihrem eigenen Haus ermordet worden. Der Schauplatz: am Swimmingpool im Keller seines Hauses in Toronto. Neben ihm lag seine Frau Honey. Beide hingen voll bekleidet, mit Gürteln am Geländer des Swimmingpools. Zeichen, dass sich jemand gewaltsam Zutritt zum Haus verschaffte, habe es nicht gegeben. Zunächst ging die Polizei von einem erweiterten Suizid aus, dann verdichteten sich jedoch schnell die Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Von dem oder den Mördern fehlt jedoch auch fünf Jahre später noch jede Spur.

Der Kanadier Barry Shermann war Gründer und Chef der Arzneimittelfirma Apotex. Mit dem Unternehmen hatte er ein Milliardenvermögen verdient, sich aber Medien zufolge auch viele Feinde gemacht. Er war „ein gerissener und streitsüchtiger Geschäftsmann“, so hat die New York Times ihn einst beschrieben. Laut The Guardian und dem kanadischen Sender CBC war er ein aggressiver Geschäftsmann, der sich für keinen Prozess zu schade war. Andererseits gehörten die Shermans zu den großzügigsten Spendern Kanadas und stifteten Millionensummen für Schulen, Krankenhäuser und wohltätige Zwecke. 

Seine vier Kinder wollen nun einen Teil des Vermögens einsetzen, um die Ermittlungen voranzutreiben und haben eine Belohnung für Hinweise auf die Täter ausgesetzt.

Der Doppelmord hat das Land in Atem gehalten, nicht zuletzt, weil die Öffentlichkeit in den letzten fünf Jahren so wenig Fortschritte in diesem Fall gemacht hat.
Die Familie des ermordeten Ehepaares will abschließen und lobt 24 Millionen Euro Belohnung aus © Richard Lautens/ Imago

Mord an Milliardärs-Ehepaar: Familie will abschließen

Der Doppelmord hielt das Land in Atem, nicht zuletzt, weil die Öffentlichkeit in den letzten fünf Jahren so wenig Fortschritte in diesem Fall gemacht hat.

Schon kurz nach der Ermordung hatte die Familie eine Belohnung von zehn Millionen kanadischen Dollar ausgelobt, was fast sieben Millionen Euro entspricht. Dennoch konnten die Täter nicht gefasst werden. Zu fünften Todestag ihrer Eltern hat die Familie den Betrag noch einmal um satte 25 Millionen Dollar erhöht. Die Belohnung liegt nun bei umgerechnet 24,2 Millionen Euro.

„Ein Abschluss wird erst möglich sein, wenn die Verantwortlichen für diese böse Tat vor Gericht gestellt werden“, sagte Jonathan Sherman, der Sohn des ermordeten Paares gegenüber CBC Toronto. „Meine Eltern hatten es verdient, die Früchte ihrer Arbeit zu genießen und ihren Lebensabend wie alle Großeltern mit ihrer Familie zu verbringen. Ich vermisse meine Eltern weiterhin mehr, als ich beschreiben kann, und ich werde für immer von dem verfolgt, was mit ihnen passiert ist“, teilte Sherman in einem Pressestatement mit. 

Mord an Milliardärs-Ehepaar: Ermittlungen bislang ohne Erfolg

Die Kinder des Milliardär-Ehepaars hatten sich schon früh nach der Tat in die Ermittlungen eingemischt. Als die Polizei anfänglich den Fall zunächst als erweiterten Suizid abhaken wollte, engagierte Shermans Familie private Ermittler, um den Fall unabhängig von der Polizei untersuchen zu lassen. Die Kinder des Paares zweifelten an der Suizid-These und gaben ein Gutachten in Auftrag, das zeigte, dass Barry und Honey Sherman vor ihrem Tod gefesselt gewesen waren. Erst danach ermittelte auch die Polizei wegen Mordes – bisher allerdings ohne Erfolg. 

Immer wieder gab es zwar Verdächtigungen, für eine Festnahme reichten die Verdachtsmomente allerdings nie aus. Letztes Jahr schien die Polizei der Aufklärung nähergekommen zu sein. Im vergangenen Dezember, einen Tag nach dem vierten Todestag des Ehepaars, hatte die Polizei Videoaufnahmen einer verdächtigen Person veröffentlicht. Zu dem aktuellen Stand der Ermittlungen will sich die Polizei in Toronto laut dem kanadischen Sender CBS jedoch nicht äußern. (Vivian Werg)

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