Landgericht Zwickau

Mord weil er ein Auto brauchte: 20-Jähriger erhält lange Haftstrafe

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Das Landgericht Zwickau verurteilte ein junges Pärchen wegen gemeinschaftlichen Mordes

Um sich mit seiner 17-jährigen Freundin in die Schweiz absetzen zu können, benötigte ein 20-Jähriger ein Auto. Dafür erstach er einen Mann hinterrücks. Jetzt wurde er vom Landgericht Zwickau verurteilt.

Zwickau - Weil er einen ihm völlig unbekannten Mann hinterrücks erstochen hat, soll ein 20-Jähriger neuneinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Zwickau sah es am Freitag als erwiesen an, dass der Mann aus der sächsischen Stadt sein 45-jähriges Opfer im November 2017 aus Habgier ermordete. Um sich mit seiner 17 Jahre alten Freundin in die Schweiz absetzen zu können, habe das Paar ein Auto und Geld gebraucht. Anders als vom Staatsanwalt gefordert, verurteilte die Schwurgerichtskammer den Heranwachsenden nach Jugendstrafrecht. Die Anklage hatte für eine lebenslange Haft plädiert.

Die Minderjährige erhielt wegen Beihilfe eine Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung. Sie sei nicht unmittelbar an der Tat beteiligt gewesen, sondern habe in einem Hauseingang rund 200 Meter entfernt gewartet, hieß es. Das Sprichwort „Mitgehangen, mitgefangen“ gelte in der Rechtssprechung nicht, sagte der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsverkündung. Der jungen Frau sei durch verbale Bemerkungen zwar eine „tatfördernde Wirkung“ anzulasten, aber keine „objektive Tatherrschaft“. Das Urteil gegen die beiden Deutschen ist noch nicht rechtskräftig.

Ein deutscher Auswanderer wurde kürzlich wegen dem Mord an seiner thailändischen Freundin in Phuket verurteilt.

dpa

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