Angeklagter im Mordprozess schweigt

Ehefrau nach Streit ums Putzen erschossen

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Der Angeklagte hält sich in Hagen (Nordrhein-Westfalen) im Schwurgerichtssaal des Landgerichtes in Hagen einen Aktendeckel vor das Gesicht.

Hagen - Ein sechsfacher Familienvater steht vor Gericht, weil er seine Frau und seinen 16 Jahre alten Sohn erschossen haben soll. Auslöser war offenbar ein nicht ordentlich geputztes Badezimmer.

Erst starb seine Ehefrau, dann trafen die Kugeln seinen 16-jährigen Sohn: Ein sechsfacher Familienvater steht seit Freitag wegen eines tödlichen Familiendramas vor dem Hagener Schwurgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 40-Jährigen aus Hagen vor, seine Ehefrau nach einem Streit in der eigenen Wohnung erschossen zu haben. Er war angeblich in Rage geraten, weil das Badezimmer nicht richtig geputzt worden sein soll. Anschließend soll er auf seinen Sohn geschossen haben, der schwer verletzt wurde. Zum Prozessauftakt schwieg der Angeklagte.

Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft war der Mann ein brutaler Familientyrann. Er soll seine 13 bis 20 Jahre alten Kinder und seine Ehefrau immer wieder geschlagen haben. In der Familie habe er „unsinnige Verbote“ gegeben. So habe der Angeklagte unter anderem durchgesetzt, dass niemand die Wohnung ohne seine Erlaubnis verlassen dürfe. Außerdem soll er zugeschlagen haben, wenn ihm das Essen zu spät serviert oder nicht geschmeckt hat. In der Familie war es deshalb immer wieder zu Polizeieinsätzen gekommen.

dpa

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