Nicht so viel Sex, bitte

Moskitofisch-Weibchen sind wählerisch

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Ein Moskitofischmännchen (unten) verfolgt ein Weibchen. Das Geschlechtsorgan des Männchen, das sogenannte Gonopodium, ist bereits ausgestreckt und zum "Angriff" bereit. Foto: Goethe-Universität/dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Haben Draufgänger sexuell den größten Erfolg? Nicht bei den Moskitofischen, fand eine Nachwuchswissenschaftlerin der Frankfurter Goethe-Universität im Rahmen ihrer Doktorarbeit heraus.

Um zu erfahren, welche Männchen für weibliche Moskitofische interessant sind und ob das Ausmaß sexueller Aktivität der Männchen eine Rolle in der Partnerwahl spielt, ließ Carolin Sommer-Trembo mit Kollegen anderer Forschungseinrichtungen Fischweibchen zwischen sexuell besonders aggressiven und eher zurückhaltenden Männchen wählen, wie die Uni mitteilte.

Fisch-Machos hatten klar das Nachsehen, hieß es in der vor kurzem veröffentlichten Studie. Die Forscher vermuten eine Kosten-Nutzen Abwägung bei der Ablehnung der draufgängerischen Paarungs-Kandidaten. Denn Weibchen, die sich in der näheren Umgebung von sexuell sehr aktiven Männchen befinden, leiden oft nicht nur an Verletzungen im Genitalbereich, sondern kommen kaum dazu, Nahrung aufzunehmen. Sie sind unablässig damit beschäftigt, den Annäherungsversuchen der Männchen zu entgehen.

Lediglich in Schwärmen von weiblichen Fischen seien die besonders paarungswütigen Männchen gelitten, weil sich ihre Aufmerksamkeit dann auf mehrere Weibchen verteile. Die Meidung allzu stürmischer Lover scheint auf Erfahrung zu beruhen, fand Sommer-Trembo weiter heraus: Jungfräuliche Weibchen jedenfalls zeigten sich in zusätzlichen Tests gegenüber allen Typen noch gleich aufgeschlossen.

Studie über das Paarungsverhalten von Moskitofischen

Universität Frankfurt

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