Betrüger in Altenheim unterwegs

Klempner klingelt bei 91-Jähriger – dann muss die Polizei anrücken

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In Münster wurde eine 91-Jährige im Altenheim zum Opfer eines "falschen Klempners." (Symbolbild)

Ein dreister Betrüger war in einem Altenheim unterwegs: Der Mann gab sich als Klempner aus und verschaffte sich Zutritt zur Wohnung einer Seniorin. Als die Polizei den Täter überprüfte, machte sie jedoch eine überraschende Entdeckung.

  • Vorfall in Münster
  • Klempner in Altenheim unterwegs
  • Polizei eingeschaltet

Münster – Am Donnerstag kam es in einem Altenheim im westfälischen Münster zu einem Polizeieinsatz: An der Wohnungstür einer 91-Jährigen klingelte es plötzlich. Als die Seniorin die Tür öffnete, stand ein fremder Mann im Blaumann vor ihr. Er sei Klempner – und müsse in ihrer Wohnung Arbeiten durchführen, erklärte er der Frau. Die ältere Dame ließ ihn gutgläubig hinein, wie msl24.de* berichtet.

Falscher Klempner in Altenheim in Münster unterwegs

Nach kurzer Zeit verschwand er wieder aus der Wohnung. Auf dem Flur wurde dann jedoch die Pflegedienstleitung auf den Blaumannträger aufmerksam. Die 44-Jährige sprach den Unbekannten an. Als sich dieser an ihr vorbeidrängen wollte, packte ihn die Frau jedoch an den Schultern, um ihn festzuhalten. Der Mann riss sich jedoch los und flüchtete aus dem Altenheim in Münster. Doch die Mitarbeiterin wollte ihn nicht entkommen lassen.

Die Pflegerin rannte dem Flüchtigen hinterher, während eine Kollegin die Polizei rief. Auf dem Platz vor dem Altenheim in Münster stürzte der vermeintliche Klempner dann zu Boden. Dort konnte er bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. In den Taschen des Betrügers (66) fanden die Beamten aus Münster mehrere Wertgegenstände der 91-jährigen Heimbewohnerin: zwei Schmuckkästchen mit Inhalt sowie weiteren Schmuck, Bargeld und EC-Karten

Betrug in Münster war nicht das erste Vergehen

Und die Beamten fanden noch etwas heraus: Der 66-jährige Täter aus Hannover hatte am selben Tag bereits zwei weitere Diebstähle in Altenheimen in Münster begangen. Außerdem war er zuvor auch in anderen Städten "erheblich polizeilich in Erscheinung getreten", berichten die Beamten. Gegen den Mann wurde am zuständigen Amtsgericht ein Haftbefehl beantragt

Die Polizei konnte kürzlich weitere Kriminelle stoppen: Einbrecher wollten eine Imbissbude in Münster aufbrechen – doch sie hatten die Rechnung ohne "Tessa" gemacht. Die Polizeihündin nahm die Verfolgung auf. Zudem spielten sich kürzlich kuriose Szenen in der Wache der Bundespolizei ab: Ein 34-Jähriger wollte seiner  Freundin helfen, die auf der Wache in Münster auf ihre Inhaftierung wartete. Doch er vergaß dabei ein wichtiges Detail – und wurde dann selbst festgenommen.

*Msl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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