Diskriminierung bei Modekette?

Muslimin gewinnt Kopftuch-Streit gegen Abercrombie

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Wegen ihres Kopftuches wurde eine Muslimin bei Abercrombie & Fitch abgelehnt.

Washington - Im Streit um ihr Kopftuch hat die Muslimin Samantha Elauf gegen die Modekette Abercrombie & Fitch einen Sieg vor Gericht eingefahren.

Die junge Frau hatte sich im Jahr 2008 bei einer Filiale des US-Unternehmens im Bundesstaat Oklahoma als Verkäuferin beworben, wegen ihres Kopftuchs wurde ihr der Job allerdings verweigert.

Das Oberste Gericht urteilte am Montag in Washington, das Unternehmen Abercrombie & Fitch in Tulsa habe ungesetzlich gehandelt. Die Firma hatte die Bewerbung der damals 17-Jährigen abgelehnt, weil sich ihr Kopftuch nicht mit der Kleiderordnung der Marke vertrüge. Das Bürgerrechtsgesetz von 1964 verbiete es, die Frau wegen ihrer Religion zu diskriminieren, begründeten die Richter ihre Entscheidung.

Das Unternehmen hatte seinerzeit strenge Vorschriften für seine Mitarbeiter, deren Stil und Erscheinungsbild zum Image der Läden passen sollen. Samantha Elauf hatte zunächst erfolgreich wegen Diskriminierung geklagt. Das Urteil der ersten Instanz wurde aber in der Berufung gekippt, weil die Muslimin die Kette nicht darüber informiert habe, dass sie aus religiösen Gründen eine Ausnahme vom Kopfbedeckungsverbot brauche. Der Supreme Court wies diese Begründung zurück. Der Schutz vor Diskriminierung sei nicht an solche Bedingungen geknüpft.

Bereits 2013 hatte Abercrombie & Fitch nach der Niederlage in einem anderen Hijab-Streit der Bewerberin eine Ausgleichssumme gezahlt und seine Kleidervorschriften gelockert.

dpa/vh

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