Mutmaßliche Doppelmörderin bekommt Baby in U-Haft

Wien - Sie soll ihren Ex-Mann ermordet, zerstückelt und dann einbetoniert haben. Nun hat eine mutmaßliche Doppelmörderin (32) in der Untersuchungshaft in Wien ein Baby entbunden.

Eine mutmaßliche Doppelmörderin ist in der Untersuchungshaft in Wien Mutter geworden. Die 32-jährige Spanierin brachte in der Nacht zu Mittwoch in einer Wiener Justizanstalt einen Sohn zur Welt. Das bestätigte die Gefängnisdirektorin der Nachrichtenagentur APA. Die ehemalige Eissalon-Besitzerin, die früher in Berlin lebte, sitzt seit Juni 2011 im Gefängnis. Sie soll zwei Männer ermordet und zerstückelt haben.

Die Frau steht im Verdacht, 2008 ihren Ex-Mann erschossen zu haben. Mit ihm hatte sie zuerst in Berlin gelebt und war dann nach Wien gezogen. 2010 soll sie auch einen Liebhaber getötet haben. Die Leichen hat die „Schwarze Witwe“ angeblich zerstückelt und im Keller ihres Wiener Eissalons einbetoniert.

Die Geburt war für Ende Januar vorhergesagt. Als schon jetzt die Wehen einsetzten, kam die Frau aus der Zelle in ein Krankenhaus. Die Geburt sei ohne Komplikationen verlaufen, Kind und Mutter seien wohlauf, berichtete der Leiter der Vollzugsdirektion.

Das Baby soll nach einer Entscheidung des Jugendamtes der 47-jährige Vater aufziehen. Diese Entscheidung liege vor allem im Interesse des Kindes, „da beim Vater und seiner Familie stabile Verhältnisse gegeben und langfristige Bezugspersonen gewährleistet sind“, hieß es. Außerdem sei unklar, wie lange die Frau im Gefängnis bleiben muss. Das Paar will demnächst im Gefängnis heiraten.

dpa

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