Festgenommener streit Tat ab

Mutmaßlichem Camping-Vergewaltiger droht jahrelange Haft

+
Polizisten auf Spurensuche in Bonn. Ein Mann hatte hier eine Frau vergewaltigt. Foto: Marius Becker/Archiv

Bonn - Die Vergewaltigung einer Camperin in Bonn und die Suche nach dem Täter machten tagelang Schlagzeilen. Nun ist ein 31-Jähriger gefasst. Polizei und Staatsanwaltschaft sind sicher: Er ist der Täter.

Im Fall der vergewaltigten Camperin in Bonn sind Polizei und Staatsanwaltschaft nach der Festnahme eines 31-Jährigen sicher, den Richtigen gefasst zu haben.

"Die Ermittlungen sind noch nicht ganz abgeschlossen, aber wir sind davon überzeugt, dass wir den Täter überführt haben", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Bonn, Sebastian Buß,. Der Festgenommene sei "dringend tatverdächtig". Ein Richter erließ bereits am Sonntag Haftbefehl.

Der Ghanaer aus dem Raum Siegburg war am Samstag gefasst worden. Er soll am Wochenende zuvor in der Bonner Siegaue ein junges Paar aus Baden-Württemberg beim Zelten überfallen, mit einer Astsäge bedroht und die 23-jährige Frau vor dem Zelt vergewaltigt haben. Der Verdacht hatte sich nach einem Abgleich von DNA-Material noch einmal erhärtet.

LKA-Experten: Übereinstimmung der gesicherten Spuren mit dem Genmaterial des Verdächtigen

 "Das ist ein sehr wertvoller Beweis", sagte Polizeisprecher Robert Scholten am Montag. Polizeibekannt war der mutmaßliche Vergewaltiger den Angaben nach zuvor nicht.

Sollten sich die Vorwürfe gegen den 31-Jährigen erhärten, droht ihm laut Staatsanwaltschaft ein Prozess wegen Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall sowie wegen schwerer räuberischer Erpressung. Beide Straftatbestände werden mit mindestens fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet, wie Buß sagte. Der 31-Jährige streitet die Tat ab.

Er war nach Polizeiangaben am Bonner Rheinufer zwischen Kennedy- und Nordbrücke gefasst worden, rund einen Kilometer vom Tatort entfernt. Spaziergänger hatten den Mann bemerkt und die Polizei alarmiert. Als er die Polizisten sah, warf er seinen Rucksack weg und versuchte wegzurennen. Bei dem Rucksack handelt es sich laut Polizei vermutlich um jenen, der Teilnehmern einer Grillparty in der Nähe des Tatorts gestohlen worden war - ebenso wie eine Astsäge, die die Polizei später in der Nähe des Tatorts fand. Nach dem Täter war aufwendig gefahndet worden.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.