Smart in ausgetrocknetem Flussbett

Mysteriöser Wrackfund in den Alpen: Polizei steht vor einem Rätsel

Ausgebrannter Smart in den Alpen: Wie kam dieses Auto hierhin, fernab jeder Straße? Warum ist es ausgebrannt? Die Ermittler stehen vor einem Rätsel. Foto: dpa

Wie ist das Auto dorthin gekommen? Wie konnte es passieren, dass ein ausgebrannter Smart in den Alpen fernab jeder Straße steht? Im Oytal im Allgäu steht die Polizei vor einem Rätsel.

Ein Wanderer hatte den ausgebrannten Kleinwagen am Sonntag im Oytal bei Oberstdorf auf einer Höhe von etwa 1400 Metern entdeckt und dann die Polizei alarmiert. Der Wagen stand in einem sehr schwer zugänglichen trockenen Bachbett, einige Hundert Meter von einer Almhütte entfernt. Den Angaben zufolge meldete sich später sogar noch ein weiterer Wanderer, der das Autowrack gesehen hatte, sich aber nichts dabei gedacht hatte.

Aber was steckt hinter dem ausgebrannten Auto? Wie die Polizei bekanntgab, konnte sie die Kennzeichen am Wrack rekonstruieren. Sie waren auf einen Golf zugelassen. Im November waren sie auf einem Ulmer Parkplatz gestohlen worden.

Zuletzt aktualisiert um 20.15 Uhr. 

Dienstag am späten Abend konnte die Polizei immerhin den Eigentümer des Smarts ermitteln. Es handelt sich um einen 30 Jahre alten Mann aus dem Unterallgäu. Wie sich bei den Ermittlungen herausstellte, war der Mann am Freitag an dem 2259 Meter hohen Berg Höfats bei Oberstdorf in Not geraten und von der Bergwacht gerettet und in eine Klinik gebracht worden. Am Fuß der Höfats war das Autowrack entdeckt worden.

Auf den Eigentümer waren die Ermittler über mehrere Wege gekommen. Zum einen sei es gelungen, die Fahrgestellnummer am Auto zu rekonstruieren. Zudem meldete sich ein Zeuge, der den ausgebrannten Kleinwagen auf einem Zeitungsfoto anhand der Felgen wiedererkannt hatte. Doch viele Fragen bleiben offen, der genaue Hergang wirft viele Fragen auf. Etwa die, wie das Auto in das abgelegene Gelände kam und dort in Brand geriet. Und was es damit auf sich hat, dass das Auto nicht zum Kennzeichen passt. Das Rätselraten geht also weiter.

Hintergrund: Verlassene und zerstörte Autos

Gelegentlich stoßen Spaziergänger oder Anwohner auch in unserer Region auf fahruntüchtige oder zerstörte Autos. So fanden Mitarbeiter der Gemeinde Fuldatal im Jahr 2011 im Reinhardswald einen ausgebrannten Fiat Punto. Hinterher stellte sich heraus, dass Unbekannte das Auto gestohlen und am Abstellort angezündet hatten. Auch dass Autos illegal abgestellt und dann von der zuständigen Gemeinde entsorgt werden müssen, kommt vor. Viel Aufmerksamkeit erregte etwa ein Schrottauto in Lohfelden. Dieses war allerdings nicht wie im Allgäuer Fall schwer zu erreichen – sondern fand am Fahrbahnrand der A7 hohe Aufmerksamkeit. (rpp)

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