Dreiste Aktion fliegt auf

Nach Alkoholfahrt: Justizbeamtin verdünnt eigene Blutprobe mit Wasser - Doch sie machte einen Fehler

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Eine Justizbeamtin verdünnte ihre eigene Blutprobe mit Wasser.

Eine Justizbeamtin in Holland hat ihre eigene Blutproben mit Wasser verdünnt, nachdem sie mit Alkohol im Blut am Steuer erwischt worden war. Doch die Manipulation flog auf.

Den Haag - Nach zwei Alkoholfahrten hat eine ertappte Beamtin des zentralen Justizlabors der Niederlande die eigenen Blutproben heimlich mit Wasser verdünnt. „Ich wollte nicht, das jemand von meinen Alkoholproblemen erfährt“, sagte die 39-Jährige am Dienstag vor Gericht in Den Haag, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. 

Justizbeamtin schlich in Labor und manipulierte Blutproben

Die von einer Polizeistreife gestoppte Frau, bei der ein Atemalkoholtest jeweils sehr hohe Werte ergab, war später am Wochenende in das Labor gegangen, hatte die eigene Blutprobe herausgesucht und diese mit Wasser verdünnt.

Die Beschäftigte flog trotzdem auf, weil in dem Strafverfahren wegen Alkohols am Steuer die hohen Werte vom Pusten für Nachfragen sorgten, die Blutprobe wegen des zugefügten Wassers zu schwer war und außerdem eine zusätzliche Probe existierte, die die Frau nicht gefunden und verdünnt hatte. 

Die Staatsanwaltschaft forderte zwölf Monate Haft, vier davon auf Bewährung, wegen der Manipulationen, die auch der Reputation des Niederländischen Forensischen Instituts (NFI) geschadet hätten. Ihren Job bei dem Institut, wo sie elf Jahre gearbeitet hatte, ist die Frau auch los.

Laut einer Münchner Studie wurden die Folgen des Passivtrinkens bisher zahlenmäßig unterschätzt. Fallen sogar Sie selbst dem Alkoholmissbrauch anderer zum Opfer?

dpa

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