Nach Berufung: Gäfgen-Anwalt hält Urteil für wasserdicht

Frankfurt. Während das Land Hessen Berufung gegen das Entschädigungs-Urteil um den Kindsmörder Magnus eingelegt hat, hält dessen Anwalt den Richterspruch für „sehr wasserdicht“.

Lesen Sie auch:

- Gäfgen-Urteil: Hessen legt Berufung ein

- Innenminister prüft Verzicht auf Berufung im Fall Gäfgen

- Gäfgen-Anwalt will notfalls gegen Verrechnung klagen

Er und Gäfgen hätten gegen das Urteil des Landgerichts Frankfurt von Anfang August keine Rechtsmittel einlegen wollen, sagte Anwalt Michael Heuchemer am Dienstag. Nun wolle er aber „Anschlussberufung“ einlegen und die Gerichtsentscheidung ebenfalls prüfen lassen. Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) hatte am Montag angekündigt, gegen das Urteil vorzugehen.

Das Landgericht hatte Gäfgen kürzlich 3000 Euro Entschädigung plus Zinsen zugesprochen, weil die Polizei ihm nach seiner Festnahme vor neun Jahren mit Folter gedroht hatte. Die Beamten hofften, dass der Entführer dann das Versteck des verschleppten Bankierssohnes Jakob von Metzler preisgibt. Gäfgen hatte den Elfjährigen ermordet und wurde dafür zu lebenslanger Haft verurteilt. Er klagt aber seit Jahren durch alle Instanzen wegen des Unrechts, das ihm angetan worden sei.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.