Düsseldorfer Amok-Killer

Tote in Anwaltskanzleien: Verdächtiger in U-Haft

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Ein Polizeiwagen steht in Erkrath vor einem Gebäude, in dem in einer Anwaltskanzlei ein Mensch getötet wurde. In Düsseldorf brachte der Amok-Killer ein weiteres Opfer um.

Düsseldorf - Richter erlässt Haftbefehl gegen Amok-Killer: Der Mann, der zwei Frauen in Anwaltskanzleien im Raum Düsseldorf getötet haben soll, bleibt vorerst hinter Gittern.

Der 48-jährige Mann, der am Freitag zwei Frauen in zwei Anwaltsbüros getötet haben soll, sitzt in Untersuchungshaft. Ein Richter in Düsseldorf habe am Samstag einen Haftbefehl erlassen, teilte eine Polizeisprecherin auf Anfrage mit. Staatsanwalt Christoph Kumpa hat bereits angekündigt, dass sich der Mann unter anderem wegen Totschlags werde verantworten müssen.

Der Verdächtige soll am Freitag zunächst in einer Düsseldorfer Kanzlei eine Frau, vermutlich eine 54 Jahre alte Rechtsanwältin, getötet haben. Er verletzte zudem zwei Männer, einen von ihnen lebensgefährlich, und legte anschließend Feuer, so die Ermittler. Wegen des Brandes konnte die Tote zunächst nicht zweifelsfrei identifiziert werden.

Verdächtiger ist Vater zweier Kinder

Im 10 Kilometer entfernten Vorort Erkrath stürmte der Verdächtige danach ebenfalls eine Anwaltskanzlei. Auch dort tötete er diesen Angaben zufolge eine 50-jährige Anwaltsgehilfin, verletzte einen 51-jährigen Mann lebensgefährlich und einen 64-Jährigen leicht. Den Zustand des Jüngeren beschrieb die Polizei auch am Samstag noch als sehr kritisch. Auch in Erkrath setzte der Täter das Büro in Flammen.

Der Verdächtige fuhr den Fahndern zufolge dann nach Goch am Niederrhein. Dort griff er mehrere Menschen in einer Pizzeria an und verletzte zwei junge Frauen, bevor er überwältigt und festgenommen werden konnte.

Schon kurze Zeit später teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit, dass der 48-Jährige Vater zweier Kinder die Taten gestanden habe. Das Motiv blieb zunächst ungewiss. Es hieß, der Verdächtige habe einen Rechtsstreit geführt, in dem er von den Kanzleien beraten wurde. An diesem Sonntag wollen Polizei und Staatsanwaltschaft über den Stand der Ermittlungen berichten. Dann soll auch das Obduktionsergebnis vorliegen.

dpa

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