Nach Drama bei der Loveparade: Neue Vorwürfe

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Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Ralf Jäger (l), lässt sich von Polizei-Inspekteur Dieter Wehe am Mittwoch vor Beginn einer Pressekonferenz die Vorfälle bei der Loveparade anhand von Fotos und Zeichnungen erklären.

Duisburg - Ein Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat nach dem Unglück bei der Loveparade neue, schwere Vorwürfe gegen die Duisburger Stadtverwaltung und Polizei erhoben.

Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU), hat nach der Tragödie bei der Loveparade die Duisburger Stadtverwaltung und die Polizei scharf angegriffen. Im Südwestrundfunk sagte Uhl am Donnerstag, der Auflagenbescheid der Stadt für die Massenveranstaltung zeige “abenteuerlich, wie fahrlässig hier gehandelt“ worden sei. In dem Dokument sei “an keiner Stelle erwähnt“, wie der Veranstalter “Sicherheit herstellen will und soll, und wie viele Ordner er dazu braucht, und an welcher Stelle was zu tun und zu lassen“ sei.

Bilder: Trauer um die Toten der Loveparade

Die Trauer manifestiert sich auf vielerlei Art: Am Unglückort, dem etwa 100 Meter langen Tunnel, hat jemand ein Kreuz und einen Grabstein aus Eis aufgestellt. © dpa
Um das Kunstwerk herum wächst ein Meer aus Kerzen und Blumen. © dpa
Noch in der Nacht nach der Massenpanik kamen die ersten Trauernden, um Kerzen aufzustellen. © dpa
Inmitten der Lichter findet man immer wieder persönliche Botschaften. © dpa
Inmitten der Lichter findet man immer wieder persönliche Botschaften. © dpa
Inmitten der Lichter findet man immer wieder persönliche Botschaften. © dpa
Auch die Wut und der Zorn der Trauernden findet Platz auf Plakaten zwischen Blumen und Kerzen. © dpa
Für viele ist der Tunnel Ort für persönliche Trauer und kurzes Innehalten. © dpa
Auf einem Plakat können Trauernde unterschreiben und kurze Botschaften hinterlassen. © dpa
Ein Mädchen nutzt diese Möglichkeit. © dpa
Die Trauernden suchen Halt untereinander. © dpa
Manche verweilen im Gebet. © dpa
Andere lassen ihren Tränen freien lauf. © dpa
Auch im Regen harren sie noch vor den Blumen und Kerzen aus. © dpa
Die Stadt Duisburg hat ein Kondolenzbuch zur Verfügung gestellt. © dpa
Loveparade
Warum? © dpa
Loveparade
Das ist die meistgestellte Frage auf den handgeschriebenen Zetteln. © dpa
Loveparade
Vor dem Tunnel, der zur Todesfalle wurde: Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Ein junger Mann nimmt Plakate ab, die für Veranstaltungen der Loveparade werben. © dpa
Loveparade
Anwohner haben am Sonntagmorgen vor der Einfahrt zum Gelände der Loveparade Kerzen in die Fenster gestellt. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa

Die politische Verantwortung für die Tragödie liegt Uhls Meinung nach bei der Behörde, die die Veranstaltung genehmigt hat, also der Stadt. Deshalb sei es “natürlich“, dass Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) zurücktreten müsse. “Je schneller, um so besser“, sagte der Unionspolitiker. Aber auch die Polizei hat Uhls Einschätzung nach versagt. Sie dürfe nicht nur Bedenken vortragen, sondern müsse sich notfalls durchsetzen, was sie nach geltendem Recht auch könne. Durch die Katastrophe bei der Loveparade am vergangenen Samstag sind insgesamt 21 Menschen ums Leben gekommen, über 500 wurden verletzt.

DAPD

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