Nach Erdbeeben entkommen: 3000 Banditen in Haiti frei

Aus einem solchen Gefängnis sind nach dem Erdbeeben in Haiti 3000 Banditen ausgebrochen.

Port-au-Prince - 3000 Banditen sind aus einem  Gefängnis entkommen, das in Haiti bei dem Erdbeben zerstört wurde. 

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Der haitische Präsident René Préval hat die Bürger seines vomErdbeben zerstörten Landes aufgerufen, die “schwache Polizei“ gegen Kriminelle zu unterstützen." Das sagte er der Pariser Zeitung “Le Monde“ (Donnerstag).

“Diese Leute sind eine Gefahr, weil für jeden Banditenchef zehn bis 20 andere arbeiten.“ In der Katastrophe gebe es immer Profiteure. Die Bürger müssten sich organisieren, um die Kriminellen anzuzeigen und die Plünderer zur Vernunft zu bringen. Prévals Regierung wird Untätigkeit in der Katastrophe vorgeworfen. Vier seiner Minister starben in dem Erdbeben; Regierungsgebäude wurden zerstört. Préval verwies darauf, dass auch viele Polizeiwachen und Fahrzeuge sowie der Sitz der UN-Truppe zerstört wurden.

Haiti: Der Kampf ums Überleben

Haiti: Der Kampf ums Überleben
Männer suchen unter den Toten Angehörige © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Auch eine junge Frau vermisst Angehörige © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Identifizierte Tote werden mit einem Band um den großen Zehen markiert © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Ein Mann schützt sich mit Kleiderfetzen vor dem Verwesungsgeruch © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Ein Mann hat sich an einer Tankstelle zwei Kanister Benzin abgefüllt. Vielerorts wurden Geschäfte geplündert © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Fast alle Anwesenden versuchen, sich umsonst Benzin abzuzapfen © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Ein Mann steht einer verletzten Frau bis zu deren Behandlung bei © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Nur der Arm eines verschütteten Opfers ragt aus den Trümmern © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Ein verletztes Kind wird notdürftig genäht © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Ein spanischer Helfer rettet den Zweijährigen Redjeson Hausteen © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Der Kleine klammert sich an seinen Lebensretter © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Schnell durfte er wieder in die Arme seiner Mutter © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Ein Kind wird unter mütterlichem Beistand vom Arzt behandelt © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Ein Überblick des Grauens © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Gladys Louis Jeune ist eine der Überlebenden © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Die Retter haben sie nach 43 Stunden aus den Trümmern befreit © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Prominenter Beistand: Rapper Wyclef Jean reist in seine Heimat © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Ein chinesischer Arzt versorgt ein verletztes Kind © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
In einer notdürftig errichteten Klinik werden Verletzte so gut es geht versorgt © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Der Franzose Pascal Simon koordiniert die Versorgung mit Arzneimitteln © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Auch Sarla Chand, 65, aus New Jersey zählt zu den Geretteten © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Französische Feuerwehrmänner haben sie von den Trümmern befreit und bringen sie ins Krankenhaus © AP

“Die Hilfe ist sehr schnell angekommen“, sagte er. “Doch das ist ein Problem, denn wir sind nicht in der Lage, die Hilfe entgegenzunehmen. Wenn ein Flugzeug ankommt, fragt man uns: Wo sind die Lastwagen? Wo sind die Lager?“ Das müsse koordiniert werden. “Ein Land stirbt nicht“ Nach dem Erdbeben habe er seine Minister anrufen wollen, sagte Préval. “Kein Telefon hat geantwortet. Ich wollte sie mit dem Auto erreichen. Alle Straßen waren blockiert.“ Jetzt gehe das besser. “Ja, der Staat war zusammengebrochen. Aber er erhebt sich nach und nach.“ 2009 sei Haiti erstmals von vier Wirbelstürmen verheert worden.

Und so ein starkes Erdbeben habe es in der Region zuvor nie gegeben. Jetzt seien politische Stabilität und Hilfe für den Wiederaufbau nötig. “Ein Land stirbt nicht. Ein Volk stirbt nicht.“ Vorrangig sei die Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser, sagte Préval. “Wir müssen alles tun, damit keine Leichen auf den Straßen bleiben. Wir müssen alles Nötige tun, um den Menschen auf der Straße eine Wohnung zu geben.“

Für die Sicherheit seien weiterhin die Polizei und die UN-Truppen verantwortlich, die von den Amerikanern unterstützt würden.

dpa

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