Pferd wurde durch HNA-Foto berühmt

Nach dem Pony-Foto im Smart: Jetzt spricht die Besitzerin von Samy

+
in Köngisbrunn: Halterin Kim Scholz lebt mit ihrem Pony Samy in der Nähe von Augsburg.

Königsbrunn. Großes Aufsehen um ein kleines Pferd: Pony Samy ist durch ein HNA-Foto deutschlandweit berühmt geworden - und zwar, weil es in einem Smart transportiert wurde (wir berichteten). Und auch Pony-Frauchen Kim Scholz ist dadurch bekannt geworden.

Lesen Sie auch:

- Pony im Smart sorgt für Diskussion - Fahrerin meldet sich

- Was steht denn da im Smart? Ein Pony im Kofferraum

Sie hatte den Smart mit dem Tier im Kofferraum gefahren. Wir haben mit ihr gesprochen.

Seitdem Redakteure unserer Zeitung am Samstag das Bild vom Pony im Smart bei Facebook veröffentlicht haben, steht bei der 23-Jährigen aus Königsbrunn (Bayern) das Telefon nicht mehr still. „Samy bekommt vom Medienrummel nicht so viel mit“, berichtet sie uns am Telefon und versichert: „Samy geht es sehr gut.“

Der Stein des Anstoßes: Das Bild, was HNA-Redakteure zufällig auf der A96 schossen.

Dass sie mit Pony im Smart unterwegs ist, sei für sie nichts Ungewöhnliches. „Auf kurzen Strecken zum Training nehme ich Samy im Kofferraum mit.“ Am Samstag beispielsweise war sie unterwegs zu einer Freundin zum Training ins Unterallgäu.

Der vierjährige Hengst gehört zur Gattung der argentinischen Rasse Falabella und sei nicht größer als ein großer Hund, erklärt Scholz. Samy messe nicht einmal 60 Zentimeter. Wenn sie das Tier im Kofferraum des Smarts transportiere, habe das für sie nichts mit Tierquälerei oder Faulheit zu tun. „Mir geht es um die Sicherheit für Samy. Im Kofferraum steht er fest und sicher, ich habe ihn im Blick und weiß, dass es ihm gut geht. Aber ich habe den Smart nicht wegen des Ponys gekauft“, betont sie und lacht.

Warum sie überhaupt mit Pferd im Kofferraum unterwegs ist? Scholz und Samy gehören der Showgruppe „Colorido“ an, einer Gruppe von Pferde-Begeisterten, die aus unterschiedlichen Sparten des Reitsports stammen. Die Truppe tritt auf Messen und bei anderen Veranstaltungen auf und ist daher viel unterwegs. Wenn Scholz mit ihrer Gruppe zu Auftritten fährt, wird Samy im Hänger mit anderen Pferden transportiert. „Aber da sieht er eben nur weiße Wände und hat keinen richtigen Halt, weil er so klein ist“, sagt sie.

Auf kurzen Strecken transportiert Halterin Kim Scholz das Pony im Smart, auf längeren Strecken wird Samy im Hänger untergebracht – dort habe er aber weniger Halt, weil das Pony so klein ist, erklärt die Halterin.

Wenn die 23-Jährige nicht mit Pony Samy unterwegs ist, sitzt sie in der Universität Augsburg und studiert Informatik/Multimedia. Seit zwei Jahren ist das Mini-Pony jetzt aus ihrem Leben nicht mehr wegzudenken - da war sie über das Internet auf Samy aufmerksam geworden. „Er stand an der tschechischen Grenze und war ganz verwildert und ängstlich - da haben wir ihn gleich mitgenommen und gepflegt“, berichtet die 23-Jährige. Von Scheu und Angst ist bei Samy mittlerweile nichts mehr zu spüren - und auch das Reisen scheint ihm zu gefallen. „Er freut sich immer, wenn es los geht“, sagt Scholz.

• Die Facebook-Seite von „Colorido“ mit mehr Bildern: http://zu.hna.de/samy1704

Argentinische Rasse Falabella

Das Falabella ist eine argentinische Mini-Pony-Rasse und gehört zu der kleinsten Rassen der Welt. Es erreicht ein Stockmaß von maximal 85 Zentimetern und hat eine Lebenserwartung von über 30 Jahren.

Aufgrund der geringen Größe kann man auf dem Pony nicht reiten. Den Tieren wird ein starker Charakter zugesprochen, in Stresssituationen bleiben sie ruhig, berichten Halter. Aufgrund ihrer Intelligenz und Umgänglichkeit werden Falabellas auch für blinde Menschen als Ersatz für Blindenführhunde ausgebildet.

Von Jessica Berger

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.