Unfall auf vereister Autobahn

Nach Hitzewelle: Heftige Gewitter zogen über die Region

Kassel. Erst die Hitze, dann das Donnerwetter: Tief "Zeynep" hat für heftige Wetterkapriolen gesorgt. In Hessen tobte das Gewitter vor allem über Fulda, andernorts blieb es meist bei starken Niederschlägen. Südniedersachsen und Nordhessen blieben offenbar von schlimmerem verschont.

Auf einer vereisten Autobahn in Schleswig-Holstein krachten in der Nacht zum Freitag neun Fahrzeuge ineinander. Vier Menschen wurden nach der Karambolage nahe Rendsburg von Ärzten versorgt. "Nach einem starken Hagelschauer war die Fahrbahn innerhalb kurzer Zeit vereist und spiegelglatt", sagte ein Polizeisprecher am frühen Freitagmorgen.

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Beim Dachstuhlbrand eines Einfamilienhauses in der Straße „Zum Wulfertal“ in Duderstadt ist am frühen Freitagmorgen etwa 40.000 Euro Schaden entstanden. Nachbarn hatten während eines Gewitters nach heftigem Blitz und Donner Rauch im Dach des Nachbarhauses gesehen und die Feuerwehr alarmiert. Polizeibeamte, die kurz vor der Feuerwehr am Brandort waren, konnten die 65-jährige Hausbewohnerin wecken und samt ihrem Hund in Sicherheit bringen.

In Fulda stand die Bahnhofshalle am Donnerstagabend unter Wasser. Die Feuerwehr rückte zu 30 Unwettereinsätze aus. Die Retter pumpten etliche geflutete Keller leer, wie die Polizei mitteilte. Nach rund einer Stunde zog die Gewitterfront weiter. Es gab keine Verletzten.

Größere Schäden in Nordhessen und Südniedersachsen sind bisher nicht bekannt. Auf Facebook berichteten zahlreiche HNA-Leser von starken Blitzen und erheblichem Niederschlägen, die aber keine nennenswerten Schäden hinterließen. In Schenklengsfeld im Kreis Hersfeld-Rotenburg musste die Feuerwehr lediglich zu einem gefluteten Keller ausrücken.

Zuletzt aktualisiert um 12.02 Uhr. 

In Nürnberg tobte in den Abendstunden ein Hitzegewitter mit Hagel, Blitz und Donner. Wie die Feuerwehr weiter mitteilte, wurden etliche Häuser abgedeckt. Abgeknickte Bäume blockierten Straßen, herabfallende Äste beschädigten Autos und Gebäude. Umgeknickte Bäume hingen in der Oberleitung der Bahn und lösten Kurzschlüsse aus. Die Feuerwehr rückte zu 160 Einsätzen aus. Es blieb bei Sachschäden.

In Deutschland ziehen die Gewitter nun weiter. Am Freitag werde die Unwetter-Kaltfront über dem Osten angekommen sein, wo am Donnerstag noch einmal hochsommerliche Temperaturen herrschten, sagte DWD-Meteorologe Christian Herold. Im Westen ist es dann schon kühler bei höchstens 24 Grad.

Am Wochenende sollen die Gewitter endgültig abgezogen sein. Dann werde bestes Ausflugswetter mit einem Mix aus Sonne und Wolken bei angenehmen Temperaturen um 25 Grad herrschen. Am Sonntagnachmittag sei aber im Süden und in den Mittelgebirgen ein Blick in den Himmel ratsam, sagte Herold. Dort könnten sich wieder Gewitterwolken zusammenbrauen. (dpa/rpp/ema)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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