Polizei prüft Keksklau-Interview

"Krümelmonster": Bizarrer Auftritt bei RTL 

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Nach dem spektakulären Keks-Klau in Hannover behaupten vier Personen, hinter dem „Krümelmonster“ zu stecken.

Hannover - Nach dem spektakulären Keks-Klau in Hannover behaupten drei Männer und eine Frau, das für den Diebstahl verantwortliche „Krümelmonster“ zu sein. Die Gruppe gab am Donnerstagabend dem Fernsehsender RTL ein Interview.

Die Gruppe legte zum Beweis den angeblichen Original-Erpresserbrief und ein angebliches Video der Tat vor: „Hihi, wir sind das Krümelmonster“, sagte einer von ihnen. Alle waren beim Interview mit Sturmhauben und Sonnenbrillen maskiert, einer trug ein blaues „Krümelmonster“-Kostüm. Reue zeigte das Quartett nicht: „Eigentlich sollten sich eine ganze Menge Leute darüber freuen, dass es so passiert ist, denn eigentlich haben alle dabei gewonnen.“ Die Menschen hätten sich doch „überall darüber kaputtgelacht“.

An die Adresse des Chefs des Keks-Herstellers sagen die Unbekannten in dem Beitrag: „Mein lieber Herr Bahlsen (...), ich hoffe, Sie nehmen uns das nicht übel. Wir haben Ihren Keks wirklich gut behandelt und wir machen sowas in Zukunft auch nicht mehr bei Ihnen.“

Das Verschwinden des Kekses war am 21. Januar bemerkt worden, am 5. Februar war er wieder aufgetaucht. Die Rückgabe des Bahlsen-Wahrzeichens war an eine Spendenaktion geknüpft. Bahlsen will Kekse an gemeinnützige Einrichtungen verteilen. Der Coup machte international Schlagzeilen. „Ich glaube nicht, dass wir dafür ins Gefängnis gehen“, sagte einer der vermummten Bekenner. „Vielleicht gibt es eine Geldstrafe oder gemeinnützige Arbeit. Da stelle ich mich dann gerne im Krümelmonsterkostüm hin und verteile Kekse.“

Der goldene Keks hat die selbst erklärten „Krümelmonster“ nach eigenen Worten fasziniert: „Es ist wie ein riesiges Spielzeug, das glänzt und so etwas will man einfach haben, weil es so schön ist.“ Die Polizei prüft den Fernsehbeitrag, wie ein Sprecher sagte.

Krümelmonster klaut Bahlsen-Keks: Der Fall in Bildern

Krümelmonster klaut Bahlsen-Keks: Der Fall in Bildern

dpa

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