19-Jähriger sammelte vier Millionen Euro Spenden

Todkranker Stephen Sutton ist gestorben

Eines seiner letzten Bilder: Stephen Sutton im Krankenhaus.

Birmingham. Er hat seinen Kampf verloren: Der todkranke Brite Stephen Sutton (19), dessen letzter Wunsch es war, Spenden zu sammeln, ist am Mittwoch gestorben. Wie seine Mutter über Facebook mitteilte, sei ihr "mutiger, selbstloser und inspirierender Sohn im Schlaf friedlich dahingeschieden."

Sutton hatte vor vier Jahren im Alter von 15 Jahren die Diagnose Dickdarmkrebs bekommen. 2012 sagten ihm Ärzte, dass keine Aussicht auf Heilung bestehe.

Danach schrieb der Brite eine Liste mit 46 Dingen, die er noch erledigen wollte. Etwa ein Tier zu umarmen, das größer ist als er. Schlagzeug vor 90.000 Fußballfans beim Endspiel der Champions League 2013 in Wembley spielen, Quad fahren und einen Sprung mit dem Fallschirm vollführen.

Hier geht es zur Facebook-Seite von Stephen Sutton.

Fast alle seiner Wünsche gingen in Erfüllung. Besonders wichtig war ihm, Spenden für andere krebskranke Jugendliche zu sammeln - 12.000 Euro wollte er zusammenbekommen. Und sein Wunsch wurde erfüllt: Suttons Geschichte ging weltweit durch die Medien, weltweit beteiligten sich Menschen an seiner Kampagne. Für die Organisation  "Teenage Cancer Trust", eine Stiftung für den Kampf gegen Krebs bei Jugendlichen, sind mittlerweile mehr als vier Millionen Euro zusammenkommen. Aus dem Krankenbett heraus bedankte sich Sutton vor einigen Wochen bei allen Unterstützern und schrieb: "Es ist schade, dass das Ende für mich nun so schnell kommt."

Tausende verfolgten sein Schicksal in den vergangenen Wochen bei Facebook. Stephen berichtete fast täglich über seinen Gesundheitszustand. Am Dienstagabend teilte seine Familie dann mit, dass es Stephen so schlecht gehe, dass er selbst nicht mehr schreiben könne. Die Tumoren seien mittlerweile so groß, dass sie seine Atemwege völlig blockierten.

Am Mittwochmorgen schlief der 19-Jährige dann für immer ein. "Wir alle wissen, dass er nie vergessen sein wird, sein Geist wird in allem weiterleben, was er erreicht und mit so vielen Menschen geteilt hat", schrieb seine Mutter zum Abschied.

„Seine Tatkraft, sein Mut und seine Spendensammlung für die Krebsforschung waren eine Inspiration“, schrieb Großbritanniens Premierminister David Cameron auf Twitter.

Von Jessica Berger

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