Nach Schüssen bei Rocker-Fehde: Verdächtiger weiter auf der Flucht

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Schießerei in der Frankfurter Innenstadt

Frankfurt/Main - Ein halbes Jahr nach den Schüssen bei einer mutmaßlichen Rockerfehde mitten in Frankfurt ist ein Verdächtiger weiter auf der Flucht.

Der 25-Jährige sei noch nicht gefasst, sagte die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Nadja Niesen, auf Anfrage. Derzeit liefen noch die Ermittlungen, es gebe keinen neuen Stand. Ein mutmaßlicher Schütze war rund eine Woche später in Rumänien festgenommen worden, der 55-jährige "Hells Angels"-Rocker sitzt seither in Untersuchungshaft.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler hatte eine Fehde zwischen zwei rivalisierenden "Hells Angels"-Gruppen aus Frankfurt und Gießen zu den Schüssen am Himmelfahrtstag am 5. Mai geführt. Zwei damals 20 und 41 Jahre alte Männer wurden auf einem belebten Platz mit Cafés nach der Frankfurter Hauptwache angeschossen und schwer verletzt. Der 55-jährige Verdächtige soll aus wenigen Metern Entfernung gezielt auf einen Geländewagen gefeuert haben, in denen die beiden Männer saßen. Ihm wird versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Ein Zusammenhang der Geschehnisse in Frankfurt mit dem erschossenen Gießener Hells-Angels-Boss Aygün Mucuk ist Niesen zufolge weiterhin nicht ersichtlich. Mucuk wurde am 7. Oktober tot vor dem Clubheim der Rocker im mittelhessischen Wettenberg entdeckt. Mindestens 16 Schüsse wurden auf ihn abgefeuert. Auch in diesem Fall gibt es aber momentan nichts Neues, viele Fragen sind weiterhin offen. Es habe noch kein Tatverdächtiger ermittelt werden können, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Gießen, Thomas Hauburger. Zu Mucuks Beisetzung waren mehr als 1000 Menschen gekommen, darunter Hunderte Rocker aus dem In- und Ausland. (dpa/lhe)

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