Nach Sturm "Herwart": Viele Züge ab Kassel fahren wieder 

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Bahn

Die Situation am Bahnhof Wilhelmshöhe hat sich nach Sturm "Herwart" wieder weitestgehend beruhigt. Nur noch einzelne Verbindungen fallen am heutigen Montag noch aus. 

Aktualisiert um 6.45 Uhr - Am Montagmorgen hat sich der Zugverkehr am Bahnhof Wilhelmshöhe laut Anzeigetafel wieder weitestgehend normalisiert. Nach Angaben der Deutschen Bahn fallen einzelne Züge noch aus, wie die Züge der Linie 26 zwischen Kassel und Stralsund (über Hannover und Hamburg). Die Deutsche Bahn empfiehlt, sich vor Fahrtantritt weiterhin zu informieren. 

Anzeigetafel Bahnhof Wilhelmshöhe

Am Sonntagmittag hatte sich die Situation rund um den Sturm in der kompletten Region beruhigt. Am Bahnhof Wilhelmshöhe in Kassel fallen trotzdem die meisten Züge aus. Laut Bahn-Durchsage im Bahnhof Wilhelmshöhe gibt es aber im Hauptbahnhof - also dem Kulturbahnhof - einen Aufenthaltszug für in Kassel gestrandete Reisende. 

Die Feuerwehren waren vielerorts im Dauereinsatz. Der Deutsche Wetterdienst warnte noch bis in den Sonntagnachmittag vor starken Sturmböen. Bisher gibt es keine Meldungen über Verletzte in der Region. Seit den frühen Morgenstunden am Sonntag hat es nach Angaben von Polizei und Feuerwehr etwa 130 Meldungen für die Region Nordhessen gegeben. Dabei ging es meist um umgefallene Bäume, größere abgebrochene Äste und weggeflogene Dachziegeln. Für die Region fassen wir hier die wichtigsten Ereignisse zusammen. 

Wer wissen möchte, wie es in ganz Deutschland aussieht, der bekommt in unserem Live-Ticker zum Sturmtief Herwart alle Informationen.

Stadt Kassel

In Kassel sieht man auf vielen Straßen nicht nur Äste und Blätter auf der Fahrbahn. An einigen Stellen - zum Beispiel in der Südstadt auf der Frankfurter Straße - liegen auch Müllsäcke auf der Fahrbahn, die der Wind herumgewirbelt hat. 

Am Bahnhof Wilhelmshöhe tummelten sich am Sonntagvormittag immer mehr Reisende, da sie nicht mit dem Zug weiterfahren können.

Weil der Sturm "Herwart" den Zugverkehr großflächig zum Erliegen gebracht hat, tummeln sich Reisende am Sonntagvormittag in Kassel. Im Kulturbahnhof gibt es einen Aufenthaltszug für Reisende.

In der Elfbuchenstraße im Stadtteil Vorderer Westen ist ein Baum auf die Straße gefallen. Auch Autos wurden dabei nicht verschont. Der große Baum begrub ein Fahrzeug geradezu unter seinen schweren Ästen.

Durch den Sturm sind in Kassel und dem Landkreis Kassel mehrere Bäume umgestürzt. Am Sonntagmittag meldete die Feuerwehr einen Einsatz an der ICE-Strecke in Kassel. Im Bereich der Zentgrafenstraße im Stadtteil Kirchditmold droht ein Baum auf die Gleise zu kippen. Deshalb wurde der Strom der Oberleitung abgestellt: Züge fahren nicht. Die Feuerwehr ist dabei, den Baum zu entfernen.

Der Deutsche Wetterdienst hat eine offizielle Warnung vor Sturmböen für Kassel veröffentlicht. Die Warnung gilt bis mindestens 18 Uhr am Sonntag.

Für Bahnreisende gibt es eine Übersicht, auf der sie gucken können, wie die Züge in Kassel abfahren. Mit einem Klick auf diesen Button ist die Anzeigetafel der Deutschen Bahn am Bahnhof Wilhlemshöhe digital zu sehen.

Am Sonntag am Kulturbahnhof in Kassel: Hier steht ein Auffangzug für Reisende.

Wer seine Zugverbindung noch vor dem Antritt der Fahrt überprüfen möchte, der kann das direkt bei der Deutschen Bahn tun. Hier geht es zur Reiseauskunft.

Landkreis Kassel

In Fuldabrück-Bergshausen ist das mit Planen abgedeckte Dach einer Lagerhalle beschädigt worden. Menschen wurden dadurch nach Angaben der Polizei nicht verletzt.

Kreis Northeim

Zahlreiche Feuerwehreinsätze gab es am Sonntagmorgen und in der Nacht in und um Northeim. In Uslar drohte beispielsweise ein großes Gerüst umzustürzen.  Einsätze gab es unter anderem auch in Katlenburg, Eilensen, Einbeck, Salzderhelden und Behrensen. Eine Übersicht zu den Sturmschäden im Kreis Northeim haben wir in einem gesonderten Artikel.

Kreis Göttingen 

Auch im Kreis Göttingen sind die Folgen des Sturmtiefs zu spüren. Wegen Sturmschäden können einige Straßen im Altkreis Münden am Sonntag nicht befahren werden. Betroffen waren unter anderem Staufenberg und die Samtgemeinde Dransfeld. Eine Übersicht zu den Sperrungen im Altkreis Münden gibt es in diesem Artikel.

Die Landesstraße 567 zwischen Ischenrode und Lichtenhagen war etwa eine Stunde gesperrt. Grund: In der Gemeinde Gleichen waren zwei Bäume umgefallen. Die Feuerwehr zersägte die Bäume, um sie zu entfernen. 

Stadt Göttingen

Deutsche Bahn und Metronom stoppten inzwischen Zugverkehr im Norden. Davon ist unter anderem auch Göttingen betroffen. In dieser Übersicht ist zusammengefasst, wie umfassen die Einschränkungen der Deutschen Bahn sind.

Anzeigetafel Bahnhof Göttingen

Wer wissen möchte, ob und wie die Züge am Bahnhof in Göttingen heute abfahren, der klickt einfach auf den obigen Button. Dort stehen digital alle Zeiten und Ausfälle auf einen Blick.

Stadt Melsungen

Auf der Bundesstraße 83 bei Röhrenfurth, einem Stadtteil von Melsungen im Schwalm-Eder-Kreis, stürzte nahe der Eisenbahnbrücke ein Baum auf der Fahrbahn. Die Fahrbahn von Körle nach Melsungen war durch den Baum blockiert. Bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte der Feuerwehr leitete die Polizei den Verkehr an der Stelle vorbei. Zudem blockierte ein morscher Baum, den der Sturm ausgerissen hatte, in Melsungen die Zufahrt zu einem Schul- und Kindergartengelände. In diesem Artikel sind auch die restlichen Sturmeinsätze in Melsungen zusammengefasst. 

Landkreis Waldeck-Frankenberg

Vergleichsweise ruhig blieb es im gesamten Landkreis Waldeck-Frankenberg. Allerdings wurde die Bundesstraße 236 zwischen Allendorf und Bromskirchen insgesamt zweimal gesperrt.

Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Die Kreisstraße 50 zwischen dem Rotenburger Stadtteil Erkshausen und Königswald, einem Teil der Gemeinde Cornberg, war ab 10.30 Uhr wegen Windbruchs für den Verkehr voll gesperrt. Insgesamt blieb es aber bei überschaubaren Sturmschäden in Hersfeld-Rotenburg.

Stadt Fritzlar und Homberg

Vor allem Bäume mit eher flachen Wurzeln hielten den Sturmböen "Herwarts" oftmals nicht stand. In der Albertstraße in Fritzlar kam es beispielsweise zu Aufräumarbeiten wegen solch umgestürzter Bäume.

Baum auf Auto: Die Fritzlarer Feuerwehr war ebenfalls im Einsatz wegen des Sturms namens Herwart.

Wolfhager Land

Den größten Einsatz innerhalb des Wolfhager Landes gab es am frühen Sonntagmorgen: Die Feuerwehr Wolfhagen, die war mit etwa 60 Einsatzkräften unterwegs. Auch die Stadtwerke waren dabei: Denn der Sturm hatte zwischen Nothfelden und Oberelsungen einen Strommast beschädigt. Die Freileitungen mussten gekappt werden, die einen Bauernhof mit Hühnerfarm mit Strom versorgten. Laut Wolfhagens Stadtbrandinspektor Frank Brunst wurde schließlich ein Notstromaggregat eingesetzt. Das sei besonders für die Versorgung der Tiere wichtig. Was der Sturm außerdem noch in und um Wolfhagen angerichtet hat, steht in diesem Artikel.

Sturmtief Herwart wütete im Kreis Kassel und im Wolfhager Land

Uslar und Umland

Einsatz mit Kettensäge im Uslarer Land: Nahe des Kuhlbachs auf der Verbindungsstraße zwischen Kammerborn und Sohlingen lagen am frühen Sonntag viele dicke Äste auf dem Asphalt. Feuerwehrleute zückten die Kettensäge und zerlegten das Holz. In einem separaten Artikel steht, welche Sturmeinsätze es außerdem im Bereich Uslar gab.

Werra-Meißner-Kreis

Insgesamt 30 Einsätze gab esim gesamten Werra-Meißner-Kreis wegen des Sturmtiefs. Das sagte Christoph Schwarz, Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes gegenüber unserer Zeitung. Auch in diesem Landkreis ging es bei den Feuerwehreinsätzen meist um umgeknickte Bäume.

Kreisteil Hofgeismar

„Herwart“ ist am Wochenende auch über den Kreisteil Hofgeismar hinweggefegt. „Überall wo Wald ist, sind auch Bäume umgefallen“, hieß es seitens der Polizeistation in Hofgeismar. Glücklicherweise kamen Menschen nirgendwo zu Schaden.

Wer wissen möchte, wie sich der Sturm in seinem Heimatort entwickelt, der kann hier den Ort oder die Postleitzahl eintippen und nachsehen. Das Feld für die Eingabe befindet sich direkt über dem blauen Balken mit der Aufschrift "Suchen".

Sturm "Herwart" wütete in Kassel

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