Olympia-Dritter in Sotschi

Nach tödlicher Attacke auf Eiskunstläufer Denis Ten - Gericht verurteilt Täter 

+
Denis Ten in Sotschi.

Der kasachische Eiskunstläufer und Olympia-Dritte von Sotschi, Denis Ten, ist bei einer Messerattacke in seiner Heimatstadt Almaty getötet worden. Nun hat ein Gericht die Täter verurteilt.

Nach tödlicher Attacke auf Eiskunstläufer Denis Ten - 18 Jahre Haft

Update vom 17. Januar 2018

Ein halbes Jahr nach der tödlichen Attacke auf den kasachischen Eiskunstläufer Denis Ten sind die beiden mutmaßlichen Täter zu jeweils 18 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in der kasachischen Metropole Almaty befand die beiden Angeklagten am Donnerstag für schuldig, den 25-jährigen Sport-Star bei einem Raubüberfall erstochen zu haben. Eine Mitangeklagte muss wegen Mitwisserschaft vier Jahre in Haft.

Ten hatte die beiden Männer im vergangenen Juli dabei überrascht, wie sie die Rückspiegel seines Wagens stehlen wollten. Sie stachen auf ihn ein und verletzten ihn so schwer, dass er wenige Stunden später im Krankenhaus starb.

Tens gewaltsamer Tod hatte in Kasachstan tiefe Erschütterung ausgelöst. Der koreanischstämmige Kasache hatte 2014 bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi die Bronzemedaille im Eiskunstlauf gewonnen. Auch bei Weltmeisterschaften wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Eiskunstläufer Denis Ten nach Messerattacke gestorben - Polizei fasst Täter

Update vom 20. Juli 2018: 24 Stunden nach dem tragischen Tod des kasachischen Eiskunstläufers Denis Ten hat ein von der Polizei in Almaty festgenommener 24-Jähriger die Bluttat am Olympiadritten von Sotschi 2014 gestanden. Ein mutmaßlicher gleichaltriger Komplize ist weiterhin auf der Flucht.

Ursprungsartikel: Eiskunstläufer Denis Ten nach Messerattacke gestorben

Almaty - Denis Ten wurde angeblich von zwei Männern angegriffen, als sie sein Auto demolieren wollten, berichteten kasachische Medien unter Berufung auf das Gesundheitsministerium am Donnerstag. Der 25-Jährige soll versucht haben, sie davon abzuhalten. Daraufhin verletzten sie den Eisläufer mit Messerstichen am Oberschenkel.

Ten habe mehrere Liter Blut verloren und sei in einem Krankenhaus gestorben. Er hatte bei den Olympischen Winterspielen 2014 Bronze gewonnen. In seiner Heimat zählte er zu den beliebtesten Sportlern.

IOC-Präsident Thomas Bach reagierte geschockt auf den Tod des Kasachen. „Denis Ten war ein großartiger Athlet und ein großartiger Botschafter für seinen Sport. Eine warme Persönlichkeit und ein charmanter Mann. Es ist eine solche Tragödie, ihn in einem so jungen Alter zu verlieren“, wurde Bach auf der Facebook-Seite des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zitiert.

„Das ist wirklich eine schockierende Nachricht“, sagte Jan Dijkema, Präsident der Internationalen Eislauf-Union, laut einer Mitteilung zum Tod des Athleten. „Denis Ten war ein sehr talentierter Eiskunstläufer und ein wahrer Botschafter seines Sports.“. Er habe viele Kinder und Erwachsene in der ganzen Welt inspiriert.

dpa/AFP

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.