Für weitere Versuche

Nach Tübinger Tierversuchen: Neun Affen ins Ausland vermittelt

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Das Max-Planck-Institut in Tübingen hat seine Versuche an Affen nach anhaltender Kritik von Tierschützern inzwischen komplett eingestellt - nun wurden neun der Affen ins Ausland gebracht.

Die herzzerreißende Aufnahmen, bei denen Äffchen ein Implantat im Kopf steckt, liegen drei Jahre zurück. Obwohl die Versuche in Tübingen ein Ende fanden, steht den Affen nun nochmal das gleiche Schicksal bevor.

Stuttgart - Nach dem Ende der umstrittenen Affenversuche am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen hat das Institut neun Tiere für weitere Versuche ins Ausland vermittelt. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz auf eine Anfrage des fraktionslosen Landtagsabgeordneten Wolfgang Gedeon hervor. Von 50 Affen, die nach Angaben des Ministeriums zwischen September 2014 und April 2017 im Institut gehalten wurden, wurden 41 getötet - entweder weil es für den Versuch beantragt war oder weil ein Tierarzt dazu geraten hatte.

Der Verein SOKO Tierschutz zweifelt die vom Ministerium mitgeteilten Zahlen jedoch an. Sprecher Friedrich Mülln hat nach eigenen Angaben Informationen, wonach schon 2016 Affen ins Ausland gebracht wurden. SOKO Tierschutz hatte die Zustände im Versuchslabor durch einen verdeckten Rechercheur gefilmt und im Sommer 2014 öffentlich gemacht. Kurz darauf gingen in Tübingen rund 1000 Menschen gegen die Versuche auf die Straße. Die Bewertung der Vorgänge in Tübingen will das Ministerium zum Jahresende abschließen.

dpa

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