Nach gescheitertem Rekordversuch

Schwimmerin: Ich hatte eine Qualle im Mund

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Die Australierin Chloe McCardel wird keinen zweiten Versuch unternehmen, von Kuba nach Florida zu schwimmen

Kay West - Die Australierin Chloe McCardel hat nach ihrem gescheiterten Schwimm-Rekordversuch die Nase voll. In einem Interview berichtet sie von der Quallen-Attacke auf offenem Meer.

Die Australierin Chloe McCardel hat nach ihrem gescheiterten Schwimm-Rekordversuch von Kuba nach Florida keine Lust mehr auf einen neuen Anlauf. Sie war am Donnerstag nach rund elf Stunden in einen Quallenschwarm geraten und musste ihren Versuch abbrechen.

„Sie kamen von allen Seiten. Wenn ich gewusst hätte, dass es im Juni so viele von ihnen gibt, hätte ich mir den ganzen Ärger nicht angetan“, sagte sie der Nachrichtenagentur Associated Press und fügte hinzu: „Eine kam sogar aus meinem Mund. Ich habe die Tentakel aus meinem Mund gezogen, aber ich erinnere mich nicht mehr.“ Ein Begleiter habe ihr das später erzählt. „Ich komme nicht wieder. Das war's!“

Chloe McCardel hatte sich neuneinhalb Monate lang vorbereitet

Die 28-Jährige wollte als erster Mensch ohne schützenden Haikäfig die rund 170 Kilometer lange Strecke schwimmen. Dafür hatte sie rund 60 Stunden kalkuliert. Insgesamt hatte sie sich neuneinhalb Monate auf ihren Rekordversuch vorbereitet.

Die Australierin war nicht die erste, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, die Floridastraße zu durchschwimmen. Die Amerikanerin Diana Nyad und die Australierin Penny Palfrey haben seit 2011 insgesamt vier Versuche unternommen, dies zu schaffen. Wegen Verletzungen, Quallenstichen oder starken Strömungen mussten sie aber aufgeben. Die Australierin Susie Maroney schaffte die Strecke 1997, allerdings mit Haikäfig.

AP

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