Haiti: Vier Wochen nach Beben

Nach vier Wochen: Überlebender auf Haiti gefunden

+
Vier Wochen nach dem Erdbeben auf Haiti soll ein weiterer Überlebender aus den Trümmern gerettet worden sein.

Port-au-Prince - Vier Wochen nach dem Erdbeben in Haiti ist am Montag nach US-Medienberichten ein Überlebender aus den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes in Port-au-Prince geborgen worden.

Lesen Sie dazu:

Gewaltorgien in Haiti

Haiti: 60 Adoptivkinder in Deutschland gelandet

Haiti: Mädchen nach 15 Tagen gerettet

Die genauen Umstände der Rettung des 28-Jährigen und ob er tatsächlich seit dem verheerenden Beben vom 12. Januar unter dem Schutt begraben lag, waren zunächst unklar. Wie der US-Sender CNN berichtete, hielten Mediziner es aber für möglich, dass er so lange überlebt haben könnte, da er angegeben habe, immer wieder mit Wasser versorgt worden zu sein. Der stark ausgetrocknete und unterernährte Mann mache einen sehr verwirrten Eindruck und glaube zeitweise, noch immer unter den Trümmern zu liegen, hieß es.

Haiti: Der Kampf ums Überleben

Haiti: Der Kampf ums Überleben
Männer suchen unter den Toten Angehörige © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Auch eine junge Frau vermisst Angehörige © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Identifizierte Tote werden mit einem Band um den großen Zehen markiert © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Ein Mann schützt sich mit Kleiderfetzen vor dem Verwesungsgeruch © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Ein Mann hat sich an einer Tankstelle zwei Kanister Benzin abgefüllt. Vielerorts wurden Geschäfte geplündert © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Fast alle Anwesenden versuchen, sich umsonst Benzin abzuzapfen © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Ein Mann steht einer verletzten Frau bis zu deren Behandlung bei © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Nur der Arm eines verschütteten Opfers ragt aus den Trümmern © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Ein verletztes Kind wird notdürftig genäht © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Ein spanischer Helfer rettet den Zweijährigen Redjeson Hausteen © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Der Kleine klammert sich an seinen Lebensretter © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Schnell durfte er wieder in die Arme seiner Mutter © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Ein Kind wird unter mütterlichem Beistand vom Arzt behandelt © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Ein Überblick des Grauens © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Gladys Louis Jeune ist eine der Überlebenden © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Die Retter haben sie nach 43 Stunden aus den Trümmern befreit © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Prominenter Beistand: Rapper Wyclef Jean reist in seine Heimat © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Ein chinesischer Arzt versorgt ein verletztes Kind © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
In einer notdürftig errichteten Klinik werden Verletzte so gut es geht versorgt © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Der Franzose Pascal Simon koordiniert die Versorgung mit Arzneimitteln © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Auch Sarla Chand, 65, aus New Jersey zählt zu den Geretteten © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Französische Feuerwehrmänner haben sie von den Trümmern befreit und bringen sie ins Krankenhaus © AP

Der Mann wurde am Montag zu einer von der Universitätsklinik Miami betriebenen Notfallstation in Port-au-Prince gebracht. Die Familienangehörigen, die ihn brachten, hätten angegeben, dass man ihn in den Trümmern eines bei dem Beben verschütteten Marktes gefunden habe, sagte Mike Connelly von der Universität Miami dem US-Sender. “Er war abgemagert...und hat offene, eiternde Wunden an beiden Füßen“, so der Arzt weiter. Ansonsten habe er aber keine schweren äußeren Verletzungen erlitten. Ob der Mann in seinem Trümmerverlies wirklich von außen mit Wasser versorgt wurde, wie er es den Ärzten gesagt habe, ließ sich zunächst nicht klären. Aber Zugang zu Wasser müsse er gehabt haben, so Connelly. Sonst hätte er nicht überlebt.

Haiti: Diese Menschen brauchen Ihre Hilfe

Das Jahrhundert-Erdbeben in Haiti hinterließ gewaltige Zerstörung und großes Leid. © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia
Selbst massive Gebäude sind wie Kartenhäuser zusammengefallen und ganze Slums auf Schlammlawinen abgerutscht. © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia
Die UN schätzt, dass zwei Millionen Menschen in den nächsten zwölf Monaten versorgt werden müssen. © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia
Diese Frau hat ihre komplette Familie verloren und alles was sie besaß. © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia
Die Menschen in Haiti werden Jahre brauchen, um das Trauma zu verarbeiten. © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia
Die Haitianische Regierung rechnet mit 200.000 Toten. © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia
Den Geruch von toten Körpern werden Helfer und Überlebende nicht mehr vergessen – er durchdringt alles. © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia
Eingestürzte Kinderklinik. Zig Tausende Kinder haben ihre Eltern verloren. © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia
UNICEF schätzt, dass eine Million Kinder und Waisen auf sich alleine gestellt umherirren. © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia
Hilfsorganisationen nehmen in Haiti derzeit bis zu 100 Amputationen vor – pro Tag. © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia
Viele der Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft versorgen die Verletzten seit den ersten Stunden des Bebens. © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia
Doch nicht nur die Kinder traf das Erdbeben schwer, auch ältere Menschen leiden besonders. © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia
Cirka eine Million Menschen hat das Beben ohne Obdach zurückgelassen. © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia
Helfer schlafen zum Teil auf dem blanken Boden, die Preise für übrig gebliebene Hotelzimmer sind astronomisch. © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia
Selbst hart gesottene Katastrophenhelfer stoßen an ihre Grenze. © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia
Die Hilfsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft arbeiten Hand in Hand. In Deutschland wie in Haiti und nutzen so viele Synergien wie möglich... © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia
um so schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich zu erreichen … © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia
mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser, medizinischer Versorgung … © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia
Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe, wo immer es geht… © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia
Aktion Deutschland Hilft bittet dringend um Spendern: Konto 102030, BLZ 37020500, Sozialbank. Oder online unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de © Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia

Zuletzt war am 27. Januar eine 16-Jährige Haitianerin von einem französischen Rettungsteam lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Wohnhauses in Port-au-Prince geborgen worden. Nach Schätzungen der haitianischen Regierung kamen bei dem 7,0-Beben mehr als 200 000 Menschen ums Leben.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.